Nach Mambas-Debakel stellt die sportliche Leitung Arbeit in Frage

Die Mambas am Boden: Gegen Velbert gab es eine vernichtende 9:17-Niederlage – die vierte für den Skaterhockey-Zweitligisten in Folge.
Die Mambas am Boden: Gegen Velbert gab es eine vernichtende 9:17-Niederlage – die vierte für den Skaterhockey-Zweitligisten in Folge.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Was für ein Debakel. Skaterhockey-Zweitligist Mendener SC Mambas kassierte am Samstagabend eine vernichtende 9:17 (4:7, 4:3, 1:7)-Niederlage gegen die Commanders Velbert und setzte damit den Abwärtstrend der vergangenen Wochen fort.

Menden..  „Wir sind alle fassungslos und müssen diesen Rückschlag erst einmal verdauen“, sagte der sportliche Leiter Alexander Buß. „Die Leistung ist im unteren Regionalliga-Niveau anzusiedeln und hatte mit unseren Ansprüchen gar nicht zu tun.“

Mit der Mannschaft ging er daher auch hart ins Gericht. „Viele Spieler machen nicht das, was sie tun sollen“, so Buß. Speziell in der Defensive offenbarte der MSC erneut große Defizite.

Das Unheil nahm schon im ersten Drittel seinen Lauf. Nach dem schnellen Rückstand nach 44 Sekunden glich Aderhold zwar aus, aber nach neun Minuten führten die Gäste mit 6:1. Im weiteren Verlauf kämpften sich die Mendener zwar immer wieder heran (4:6 nach 18 Minuten und 8:10 kurz vor Ende des zweiten Drittels), „aber wir haben nicht clever gespielt“, so Buß.

Im letzten Drittel lief dann gar nichts mehr zusammen, der Kampfgeist der Mambas erlahmte mit jedem weiteren Gegentreffer zusehends, so dass die Gäste keine Mühe hatten, das Ergebnis in die Höhe zu treiben.

„Wir müssen unsere Saisonziele neu stecken“, sagte Alexander Buß und kündigte auch personelle Konsequenzen an. „Wir müssen uns gewaltig überlegen, mit wem wir weiter zusammenarbeiten wollen. Denn einige können anscheinend das erforderliche Niveau nicht bringen oder sie wollen es nicht.“

Aber auch sich und Trainer Toni Fonso nahm er nicht aus der Verantwortung und stellte die Arbeit der zurückliegenden eineinhalb Jahre in Frage. „Auch wir müssen uns hinterfragen, ob wir die Mannschaft besser eingeschätzt haben als sie in Wirklichkeit ist.“

MSC Mambas – Commanders Velbert 9:17 (4:7, 4:3, 1:7)

Mendener SC Mambas: Schneider (ab 21. Engelmann); Breker, Lobe, Aderhold, Voigt, Geske, Uedickhoven, Hassel, Käding, Nico und Patric Bongard, Verborg, Schnieder, Neuendorf, Kleinschmidt, Müller.

Tore: 0:1 (0:44), 1:1 (1:40) Aderhold (Breker), 1:2 (4:14), 1:3 (4:53), 1:4 (6:16), 1:5 (7:43), 1:6 (8:53), 2:6 (14:47) Lobe, 3:6 (15:02) Schnieder (Neuendorf), 4:6 (17:31) Käding (Aderhold), 4:7 (19:12), 4:8 (24:33), 5:8 (25:16) Käding (Breker), 5:9 (25:31), 6:9 (26:27) Hassel (Schnieder), 6:10 (34:06), 7:10 (36:20) Käding (Schnieder), 8:10 (39:18) Uedickhoven (Neuendorf), 8:11 (44:11), 8:12 (46:39), 8:13 (48:15), 9:13 (47:17) Käding (Breker), 9:14 (50:40), 9:15 (53:30), 9:16 (56:42), 9:17 (59:18).

Strafminuten: Menden 8, Velbert 12.

Samstag, 20. Juni, 17.30 Uhr:

Langenfeld Devils – MSC Mambas