Nach fast perfekter Saison übernimmt Coach Stickan

Zwei neue Gesichter und bewährte HSG-Kräfte: Trainer Sascha Stickan begrüßte beim Start in die Saisonvorbereitung auch die aus Brambauer gewechselte Lisa Karau (beide vorn).
Zwei neue Gesichter und bewährte HSG-Kräfte: Trainer Sascha Stickan begrüßte beim Start in die Saisonvorbereitung auch die aus Brambauer gewechselte Lisa Karau (beide vorn).
Foto: WP

Menden..  Die Heldinnen sind zurück! 50 Tage nach ihrem Meisterstück in der Handball-Oberliga begann für die HSG Menden-Lendringsen wieder der Alltag. Am Montagabend startete der amtierende Titelträger im Walram die Vorbereitung auf die kommende Saison – und hatte dabei mit Sascha Stickan einen neuen Kapitän an Bord.

Die WP-Sportredaktion sprach zum Auftakt mit dem Trainer über seine Vorstellungen und Erwartungen bei der HSG Menden-Lendringsen.

Frage: Hallo Herr Stickan, herzlich willkommen in Menden. Auf was für einen Trainer müssen sich die heimischen Handball-Freunde einstellen?

Sascha Stickan: Ich sehe mich als einen sehr engagierten Trainer, der viel Wert auf Details legt. Ich lebe einfach Handball.

Die Frage nach dem Saisonziel ist eigentlich schnell beantwortet. Ein Außenstehender würde vermutlich von der Titelverteidigung sprechen. Wie sehen Sie das?

Natürlich bin ich gefragt worden, warum ich mir das antue. Denn die Mannschaft hat unter Jörg von Estorff eine fast perfekte Saison gespielt. Aber wir wollen uns noch verbessern. Und ich habe bei den Einzelgesprächen mit meiner Mannschaft festgestellt, dass die sich ebenfalls noch nicht am Ende des Weges sieht. Zumal: Die neue Saison stellt schon eine besondere Herausforderung dar.

Frage: Wie meinen Sie das?

Die Liga ist ja bekanntlich um zwei Mannschaft größer geworden. Das heißt zum einen, dass die Damen nicht mehr vor 26 Saisonspielen stehen, sondern vor 30. Das wird körperlich sehr anstrengend. Und dann hat die Oberliga an Qualität durch die drei Absteiger aus der dritten Liga hinzu gewonnen.

Auf welche Teams gilt es da besonders zu achten?

Ich schätze da vor allem den HSC Minden-Nord aus der dritten Liga hoch ein. Aber auch die beiden anderen Teams von oben, der TSV Hahlen und der ASC 09 Dortmund, sind nicht zu unterschätzen. Eine gute Rolle dürfte auch TuRa Bergkamen spielen – die haben scheinbar einiges getan.

Wie zu hören ist, hat sich in personeller Hinsicht dann doch noch etwas getan beim heimischen Meisterteam?

Ja, leider wird uns Lisa Marie Kneller verlassen. Sie schafft aufgrund ihrer beruflichen Situation den Aufwand nicht, mehrmals in der Woche nach Menden zu kommen. Sie arbeitet in Dortmund und wird jetzt nur noch für die weibliche A-Jugend des BVB in der Bundesliga spielen. Dafür wird sich Lisa Karau vom Verbandsligisten VfL Brambauer uns anschließen. Die spielt am Kreis und wird uns sicherlich weiterhelfen.