„Müssen in Hohenlimburg extrem gut verteidigen“

Spielertrainer Tihomir Knez (links) und der TV Schwitten stehen am Samstagabend vor einer immens schweren Aufgabe. Die Hönnestädter sind in der Partie bei Titelanwärter HSG Hohenlimburg sicherlich nur Außenseiter.
Spielertrainer Tihomir Knez (links) und der TV Schwitten stehen am Samstagabend vor einer immens schweren Aufgabe. Die Hönnestädter sind in der Partie bei Titelanwärter HSG Hohenlimburg sicherlich nur Außenseiter.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de
Auf Handball-Landesligist TV Menden-Schwitten wartet am Samstag eine immens schwere Aufgabe: Es geht zum Titelanwärter HSG Hohenlimburg.

Menden..  „Furcht besiegt mehr Menschen als irgend etwas anderes auf der Welt“, sagte einst der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson. Nun, fürchten tut man sich im Lager des Handball-Landesligisten TV Menden-Schwitten vor der Auswärtsaufgabe bei Topfavorit HSG Hohenlimburg (Samstag, 19 Uhr) nicht unbedingt. Aber die neben Halingen höchste Auswärtshürde der Staffel 4 ist zum Jahresbeginn ohne Zweifel ein extrem dickes Brett.

„Wir stehen vor einem interessanten Spieltag, denn von den ersten fünf Teams spielen vier gegeneinander, und immerhin sind wir eines davon“, gibt sich Schwittens Spielertrainer Tihomir Knez recht relaxed. Zu Recht, denn den geringsten Druck der Top fünf hat sicherlich Schwitten. „Wir haben bislang eine gute Serie gespielt, aber Favoriten auf den Titel sind andere“, sagt der 37-Jährige.

Dazu zählt allen voran der samstägliche Gastgeber, der vor der Saison kräftig investierte und mit Sascha Simec vom Regionalligisten VfL Eintracht Hagen einen hochkarätigen Trainer verpflichtete. Und auch auf dem Spielfeld verfügt Hohenlimburg über viele arrivierte Kräfte, die sich schon in weitaus höheren Spielklassen bewiesen haben. Ob die Ex-Mendener Bogdan und Philipp Wittke, Rückraumshooter Dario Goebels oder der vor Saisonbeginn aus Volmetal geholte Patrick Arlt – die individuelle Klasse der Hagener Vorstädter sucht in dieser Landesliga-Gruppe ihresgleichen.

„Hohenlimburg hat eine enorm variable und körperlich robuste Mannschaft, die nicht umsonst bislang nur ein Spiel verloren hat“, sagt Knez. Dies war im Oktober daheim gegen Halingen (29:33), seitdem gab es sechs Siege in Folge. Wie soll also gegen dieses Top-Team für Schwitten etwas gehen? „Wir müssen extrem gut verteidigen, nur dann haben wir eine Chance, um wirklich dort zu punkten“, fordert Knez höchste Wachsamkeit in der Deckung.

Dass diese am Sonntagabend beim Pokal-Aus bei Verbandsliga-Primus HTV Sundwig-Westig kein Faktor war, ficht Knez nicht an, „denn der HTV ist für uns kein Maßstab, aber das gilt ja für viele Teams in der Umgebung“, so der Kroate.

Knez hofft indes auf das Mitwirken des immer noch angeschlagenen Tobias Birk („Er entscheidet das selber“) und auf die tolle Moral seiner Mannschaft. „Wir haben in dieser Saison schon einige Male trotz Außenseiterstatus’ und widriger Bedingungen gute Spiele gezeigt“, so Knez.

Zeigen wird sich in den nächsten Wochen auch, wie die sportliche Zukunft des TVS-Spielertrainers aussieht. „Ich plane nichts anderes als Schwitten, denn hier fühle ich mich wohl, weil wir dank unseres engagierten Vorstandes eine gute Mannschaft beisammen haben, die sich noch entwickeln kann“, entzieht Knez allen möglichen Spekulationen bereits jetzt jeglichen Nährboden. Irgendwie clever!