Micky Reiners: „Lieber Pause als neuen Job“

Das Tagesgeschäft holt Joshua Krechel (Bildmitte) und die SG Menden Sauerland schon bald wieder ein: Am Samstag steht die schwere Heimpartie gegen den spielstarken Aufsteiger VfL Mennighüffen an.
Das Tagesgeschäft holt Joshua Krechel (Bildmitte) und die SG Menden Sauerland schon bald wieder ein: Am Samstag steht die schwere Heimpartie gegen den spielstarken Aufsteiger VfL Mennighüffen an.
Foto: sportpresse-reker.de
Was wir bereits wissen
  • Micky Reiners beendet seinen Trainervertrag bei der SG Menden Sauerland bereits im kommenden Mai.
  • Der scheidende Trainer möchte zunächst eine Pause vom Handball-Geschehen einlegen
  • Die Nachfolger-Suche ist gestartet, soll aber ohne Zeitdruck erledigt werden.

Menden..  Die Fakten sind seit Montagabend bekannt: Handball-Oberligist SG Menden Sauerland und Trainer Micky Reiners gehen nach dem Ende der laufenden Saison getrennte Wege. Wie ausführlich berichtet, werden beide Seiten den bis Mai 2018 gültigen Vertrag ein Jahr früher als geplant auflösen.

„Diese Entscheidung ist seit geraumer Zeit gereift“, sagte Micky Reiners am Dienstag im Gespräch mit der WP und machte deutlich, dass es „triftige Gründe gibt, um die Sache schon dann zu beenden“. Der Münsteraner, der beim heimischen Oberligisten im Juni 2013 die Nachfolge von Björn Wißuwa angetreten hatte, ist davon überzeugt, den richtigen Zeitpunkt für seinen Abschied von der Hönnestadt gefunden zu haben.

Reiners berichtete von einer „Verschiebung von Prioritäten sowohl im sportlichen wie auch im privaten Bereich. „Ich könnte Pause machen und mich meiner Familie widmen – oder aber zu einem anderen Verein wechseln“, zeichnete Reiners zwei Alternativen auf, wobei die erste Variante am naheliegendsten sei. „Es müsste schon ein richtig reizvolles Angebot kommen, aber so etwas ist derzeit nicht in Sicht“, so Reiners, der seit mehr als 13 Jahren in höherklassigen Ligen mit Stationen in Ladbergen, Hamm, Altenhagen und nun seit 2013 in Menden als Trainer unterwegs ist.

Gewohnte Intensität bis Saisonende

Bis Mai jedoch wird der 45-Jährige seinen Job bei den „Wölfen“ mit der gewohnten Intensität wahrnehmen. „Es bereitet große Freude, mit dieser talentierten Truppe zu arbeiten. Und bei diesem tollen Verein fühle ich nach wie vor sehr wohl“, so Reiners, der nun früher als vorgesehen den Hut nehmen wird.

Die SG hat somit genügend Zeit, einen Nachfolger zu finden. „Wir halten unsere Augen offen“, sagte die Vorsitzende Birgit Albrecht und machte deutlich, dass man nun in aller Ruhe den Markt sondieren werde. Dabei wird die SG-Chefin auch die Möglichkeit nutzen, den Vorstandskollegen und einstigen Präsidenten des TV Schwitten, Frank Schlücking, mit ins Boot zu holen. „Der hat ebenfalls gute Kontakte, vielleicht können wir die nutzen“, so Birgit Albrecht. „Wir wollen die Trainerfrage aber nicht zu lange hinauszögern.“

Gespräch mit der Mannschaft

Am Montagabend wurde die Mannschaft vom Reiners-Abschied informiert. „Einige Jungs waren betroffen, andere weniger“, berichtete Micky Reiners von einem „guten Gespräch im internen Kreis“. Und er ist zuversichtlich, dass seine Spieler die Saison mit der nötigen Ernsthaftigkeit abschließen werden. „Unser Ziel ist eine bestmögliche Platzierung, daran hat sich ja nichts geändert.“

Die Frage nach der Tabellenposition, auf der die „Wölfe“ letztlich landen werden, wird spätestens am 13. Mai 2017 beantwortet – zum Saisonausklang im Walram gegen den VfL Gladbeck. Zunächst jedoch gilt die Konzentration dem Tagesgeschäft, und das beschert am Samstag die Heimpartie gegen den VfL Mennighüffen (19 Uhr).