Meisterlicher Jubel unter tosendem Applaus

Grenzenloser Jubel nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga 6: Die Bösperder Handballer ließen es nach ihrem verdienten 24:19-Sieg in Hagen ordentlich krachen.
Grenzenloser Jubel nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga 6: Die Bösperder Handballer ließen es nach ihrem verdienten 24:19-Sieg in Hagen ordentlich krachen.
Foto: WP

Hagen/Bösperde..  Die Handballer der DJK Bösperde haben das Ziel aller Träume erreicht. Der heimische Bezirksligist machte am Samstag mit einem verdienten 24:19 (8:9)-Erfolg beim TuS 03 Hagen den Titelgewinn perfekt und freut sich bereits auf die Landesliga, die nun auch reizvolle Derbys mit den Nachbarn TV Halingen und TV Menden-Schwitten beschert.

„Dass wir als kleiner Verein bald gegen diese Mannschaften um Punkte spielen dürfen, ist der helle Wahnsinn“, sagte Bösperdes Co-Trainer und Teambetreuer André Nophut später. Auch er hatte sich anstecken lassen vom allgemeinen Jubel, der schon in den letzten Minuten einer umkämpften Partie eingesetzt hatte und dann in einem Ohren betäubenden Getöse gipfelte – die Schlusssirene war nicht mehr zu hören, lautstark feiernde Menschen auf dem Spielfeld und auf der rappelvoll besetzten Zuschauertribüne prägten fortan das Geschehen.

Schöler überreicht Meisterurkunde

Der aus Hohenlimburg angereiste Staffelleiter Hilmar Schöler, der zuvor der dortigen HSG zum Gewinn der Landesliga-Meisterschaft gratuliert hatte, musste sich in Geduld üben, ehe er die Meisterurkunde an Bösperdes Rückraumschützen Philipp Wergen übergeben konnte. „Die in Hohenlimburg haben bereits eine schöne Sauerei veranstaltet, aber das hier ist auch nicht schlecht“, kommentierte der Funktionär aus Wilnsdorf den Bösperder Jubel, bei dem mit Bier- und Sektfontainen natürlich nicht gespart wurde. Schöler jedenfalls hatte seinen Spaß angesichts der feiernden DJK-Helden, die bei aller Freude ihre zahlreich mitgereisten Fans nicht vergaßen und sie in ihre Feierlichkeiten mit einbezogen.

Prächtige Stimmung auf der Tribüne

Mit zwei voll besetzten Bussen waren die Bösperder nach Hagen gefahren. Zudem hatten viele DJK-ler die Anreise mit privaten Fahrzeugen vollzogen, so dass bereits zu Spielbeginn an die 150 Fans in der Halle für eine prächtige Stimmung sorgten. „Hurra, das ganze Dorf ist da!“, sangen die stimmgewaltigen Protagonisten des Fanclubs „Wilde Horse“ zu Spielbeginn, und all’ die anderen Bösperder stimmten nicht minder intensiv mit ein. Als dann zu Beginn der zweiten Halbzeit auch die DJK-Damen, die zuvor bei der HSG Wetter/Grundschöttel das erste Relegationsspiel um den Landesliga-Aufstieg gewonnen hatten, mit großem Anhang eintrafen, stieg der Lautstärkepegel weiter an.

Viel Druck nach dem Seitenwechsel

Möglicherweise hatte diese von erwartungsfrohen Bösperdern geprägte Stimmung die DJK-Handballer zusätzlich beflügelt. Denn nach einer sehr holprigen, weil stets umkämpften Hälfte hatten die Schützlinge von Klaus Schankowski diese Unterstützung durchaus nötig. „Das war teilweise Schissbuchsenhandball“, kommentierte der DJK-Trainer den Verlauf des ersten Durchgangs, bei dem Bösperde zwischen der 20. (7:7) und 28. Minute einen deutlichen Hänger hatte – ehe Max Wergen mit seinem fünften Tagestreffer die Flaute beendete.

Durchgang zwei jedoch sollte ganz im Zeichen der Bösperder stehen. Die übernahmen mit dem 11:12 durch Philipp Wergen (34.) die Regie und ernteten für jedes weitere Tor tosenden Applaus. Das 13:19 durch Christian Taetz (47.) oder der Doppelpack von Robin Janssen, der jeweils vom Kreis zum 17:23 traf (22./23.) – Bösperde ließ sich nun nicht mehr vom Kurs abbringen. „Wir haben gut Druck gemacht und bekamen dadurch die Räume, um unser Offensivspiel aufzuziehen“, betrieb Klaus Schankowski eine Kurzanalyse – während jener Augenblicke, in denen Akteure und Fans lautstark das Bösperder Meisterstück feierten.

DJK Bösperde: Sievert; Max Wergen (7/1), Hendrik Sparenberg, Gödde (2), Taetz (2), Janssen (4), Schefers, Springer, Philipp Wergen (5/3), Thonemann, Remes, Esser, Hünnes (4).

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