Meinhold und Lage treffen für VfL

Roman Ehmann (vorn/hier im Zweikampf mit Adrian Hojdem) und die Sportfreunde Hüingsen waren zwar optisch übelegen, der Sieg jedoch ging an die Gastgeber. Im Hintergrund: VfL-Kicker Marcel Breuer.
Roman Ehmann (vorn/hier im Zweikampf mit Adrian Hojdem) und die Sportfreunde Hüingsen waren zwar optisch übelegen, der Sieg jedoch ging an die Gastgeber. Im Hintergrund: VfL-Kicker Marcel Breuer.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der VfL Platte Heide ist bereit. Für den Abstiegskampf auf der Saison-Zielgeraden der Fußball-Kreisliga A Iserlohn. Die weiterhin akut bedrohten Hülschenbrauck-Kicker setzten gestern Nachmittag ein Ausrufezeichen, durch den 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den Ortsnachbarn Sportfreunde Hüingsen bleibt man ein Kandidat auf den Klassenerhalt.

Platte Heide..  „Jetzt wartet auf uns das nächste Endspiel“, sagte VfL-Coach Petros Tsamatos nach dem Derby und blickte bereits auf das nächste Ortsduell am Pfingstmontag in Bösperde – angesichts der Tatsache, dass auch die Sportfreunde Sümmern erfolgreich waren, bekommt das Platte Heider Gastspiel auf dem Gemeindesportplatz fast schon vorentscheidenden Charakter.

Als die Partie gegen Hüingsen in den letzten Zügen lag, wusste man bereits vom Sümmeraner Sieg. Umso mehr freuten sich die Platte Heider über ihren Husarenstreich gegen einen Ortsrivalen, der eigentlich die Partie auf staubigem Geläuf beherrscht hatte, aber mit seine zahlreichen Chancen sehr fahrlässig umging. „Wir haben hier gefühlte 70 Prozent Ballbesitz, und was machen wir daraus?“, zürnte der coachende sportliche Leiter Uwe Hausherr und ärgerte sich maßlos über die Flaute seiner Sportfreunde vor dem gegnerischen Kasten.

So scheiterte Alexander Hanitz schon nach drei Minuten, danach zielte Andreas Meng aus aussichtsreicher Position vorbei (9.) – Hüingsen hätte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt wichtige Weichen stellen können.

Aber es sollte anders kommen, denn stattdessen legten die Hausherren vor – durch einen Elfmeter von Dennis Meinhold (31./verschuldet von Bartosch Storma). Wenige Augenblicke zuvor hatte VfL-Akteure Enrico Friedrich einen Freistoß knapp neben das SFH-Tor gesetzt (26.).

In der 59. Minute war es Matthias Lage, der einen Konter zum 2:0 vollendete. Der VfL-Kicker stand goldrichtig, nachdem Julian Seeling mit seinem Lauf an Gäste-Keeper Carsten Spiekermann gescheitert war, und staubte gekonnt ab. „Die haben drei Chancen und machen daraus zwei Tore, und wir kriegen unsere Dinger einfach nicht ‘rein“, schimpfte Hausherr.

Dessen Ärger sollte noch größer werden, weil seiner Elf in der 86. Minute ein klarer Handelfmeter verweigert wurde – Scherner hatte Friedrich angeschossen. „Das war die gleiche Situation wie vorhin, als Platte Heide einen Strafstoß bekam“, so Hausherr. Der SFH-Coach konnte sich gut ausmalen, wie sich die Schlussphase entwickelt hätte, wenn es hier den Anschluss gegeben hätte.