Markus Lage: Fehlender Kunstrasen ist nicht das einzige VfL-Problem

Menden..  Die Fußballer des VfL Platte Heide haben gewiss schon glücklichere Tage erlebt. Der A-Ligist steht ganz im Zeichen des Abstiegskampfes im Iserlohner Fußball-Oberhaus. Und als ob das noch nicht genug wäre, droht den Kickern vom Hülschenbrauck zum Saisonende ein großer personeller Aderlass.

Die WP-Sportredaktion unterhielt sich mit Markus Lage, dem Trainer des A-Ligisten vom Hülschenbrauck, über die aktuelle Situation.

Am vergangenen Spieltag war der VfL spielfrei. Sie waren gewiss nicht begeistert, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf wie die Sportfreunde Sümmern und der SV Deilinghofen-Sundwig jeweils dreifach gepunktet hat ...

Markus Lage: Nein, das war ich ganz gewiss nicht! Im Prinzip hat die Liga gegen uns gespielt. Doch wir können sowieso nur unsere eigenen Ergebnisse beeinflussen. Wir müssen einfach weniger Fehler in unseren Spielen machen. Dann haben wir auch die Chance zu gewinnen.

Parallel zum Abstiegskampf haben einige Fußballer bereits ihren Abschied zum Saisonende angekündigt. Besteht die Gefahr, dass es beim VfL einen Ausverkauf gibt?

Zunächst einmal, es wird auch in der kommenden Saison auf der Platte Heide Fußball gespielt. Mit wie vielen Mannschaften kann man jetzt nicht sagen. Es ist in der Tat so, dass einige Spieler wie zum Beispiel Julian Seeling schon vor der Saison gesagt haben, dass sie nicht mehr auf Asche spielen wollen. Der fehlende Kunstrasenplatz ist unser großes Problem. Vor allem, weil wir immer noch nicht wissen, wie es in dieser Hinsicht weitergeht. Die Politik will ja im Sommer dazu Entscheidungen treffen. Doch das ist für die Planungen für die nächste Saison zu spät.

Ist denn die Gefahr nicht groß, dass die scheidenden Akteure die Saison nicht vorzeitig ausklingen lassen?

Nein, da mache ich mir keine Sorgen. Jungs wie zum Beispiel Julian Seeling haben gesagt, dass sie alles dafür tun, dass der VfL die Klasse hält. Wir müssen sehen, dass wir irgendwie zwei Mannschaften hinter uns lassen. Denn es ist nicht damit zu rechnen, dass sich wegen des Kreiswechsels von Holzen-Sommerberg die Abstiegsregelung ändert.

Und wie geht es danach weiter?

Wir wissen, dass wir vor ganz schweren Zeiten stehen – nicht nur wegen des fehlenden Kunstrasenplatzes. Wir müssen uns neu aufstellen, denn es gibt viele Probleme. So haben wir zurzeit keine A- und B-Jugend – und das tut dem Klub richtig weh. Diese Probleme kann man nicht mal eben in einer Saison beseitigen.