Marcel Vogler droht längerer Ausfall

ange hatten Sebastian Loos (Mitte) und die HSG-Handballer den Tabellenführer TuS Volmetal (hier Felix Bauer/links und Niklas Polakovs) im Griff, am Ende gab man aber eine 27:23-Führung noch aus der Hand.
ange hatten Sebastian Loos (Mitte) und die HSG-Handballer den Tabellenführer TuS Volmetal (hier Felix Bauer/links und Niklas Polakovs) im Griff, am Ende gab man aber eine 27:23-Führung noch aus der Hand.
Foto: Biene Hagel
Handball-Oberligist HSG Menden-Lendringsen hatte auch noch zwei Tage nach dem 28:29 gegen Spitzenreiter TuS Volmetal an der Niederlage zu knabbern.

Menden..  Es war eine beeindruckende Eröffnungszeremonie. Das Licht in der Halle wurde ausgeschaltet, bei Lasereffekten und Hardrock-Klängen zelebrierten die Handballer des TuS Volmetal sowohl Einmarsch wie auch die namentliche Vorstellung der Spieler und Teamverantwortlichen. Aber: Der Scorpions-Hit „Rock You Like A Hurricane“ schien den Gäste wie auf den Leib geschnitten zu sein.

Aber es war Oberligist HSG Menden-Lendringsen, der die Halle Volmetal in Hagen-Dahl wie ein Wirbelsturm rockte, dem Spitzenreiter 53 Minuten lang zusetzte und beim Stand von 23:27 schon wie der sichere Sieger aussah. Erst danach sollte die Partie kippen, am Ende hatten die Hausherren die Nase mit 29:28 vorn – und feierten zudem den Patzer von Verfolger Ahlen in Augustdorf (26:27), der für den Spitzenreiter die Tür zur dritten Liga noch weiter aufstieß.

Auf der anderen Seite lag das in Scherben, was die HSG über weite Strecken mit einem begeisternden Auftritt aufgebaut hatte. Der 3:0-Traumstart gegen überrascht wirkende Volmetaler, weitere Führungen bei nun knapper werden Spielständen bis in die zweite Halbzeit hinein – die Hönnestädter behielten das Geschehen fest im Griff – auch weil Christopher Weber im Gäste-Kasten mit sagenhaften Paraden und Reflexen ein ums andere Mal Ausgangspunkt von Tempogegenstößen war. „Wir hatten Volmetal in die Verzweiflung und Ratlosigkeit getrieben“, sagte Trainer Micky Reiners. „Der Gegner lag schon am Boden.“

Aber Volmetal stand nach dem 23:27 (Reiners: „Uns fehlte nur noch ein Tor“) wieder auf, nahm dabei die tatkräftige Hilfe des bis dahin so dominanten Rivalen dankend an und nutzte dessen mit jedem Treffer größer werdende Verunsicherung gnadenlos aus. „Dass wir dann sogar noch verloren haben, ist selbst verschuldet“, ärgerte sich Reiners über die nun einsetzenden groben Fehler und kleinen Patzer, die dem Primus einen nicht mehr für möglich gehaltenen Triumph zu ermöglichen.

Es war nicht nur das Aus für stark spielenden Sebastian Loos und Tom Schneider jeweils nach der dritten Zeitstrafe. Hinzu kamen die abgefangenen Langpässe von Marcel Vogler sowie Webers Versuch, den Ball im leeren Tor der zwischenzeitlich mit sieben Feldspielern agierenden Volmetaler zu versenken, oder die Fehlabgabe von Toni Mrcela auf den noch kalten Joshua Krechel, der in den letzten sechs Minuten Tom Schneider ersetzte. Nun spielten der HSG auch die Nerven einen bösen Streich. Am Ende blieb nur eine kollektive, maßlose Enttäuschung.

Die nächsten Trainingstage im Walram werden vom Wundenlecken geprägt sein. Dabei ist die Frustbewältigung die eine Sache, deutliche Blessuren eine andere.

Marcel Vogler, der schon seit Wochen eine schmerzhafte Entzündung in der linken Schulter mit sich herum schleppt, wird die Karnevalspause sehr willkommen sein. „Er wird zwei Wochen gar nichts machen“, sagte Trainer Micky Reiners. „Wir müssen schauen, ob die Pause reicht, vielleicht dauert es sogar noch länger.“

Möglicherweise bis Ostern. In dieser Woche will man zunächst einen Therapieplan besprechen und schauen, welche Möglichkeiten der schnellen Genesung vorhanden sind. „So kann es auf jeden Fall nicht weitergeben“, sorgt sich der Coach um die Gesundheit seines Spielmachers. „Auch wenn er der Kopf der Mannschaft ist, können wir es nicht verantworten, dass er für jedes Spiel fitgemacht werden muss.“

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