Mambas-Planung für neue Saison beginnt schon jetzt

Abstiegskampf statt Play-offs um den Aufstieg in die erste Bundesliga: Jan Verborg (rechts) und der Mendener SC Mambas.
Abstiegskampf statt Play-offs um den Aufstieg in die erste Bundesliga: Jan Verborg (rechts) und der Mendener SC Mambas.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Der Saisonstart mit vier Siegen war sehr verheißungsvoll, mittlerweile jedoch ist die positive Stimmung einem gewaltigen Kater gewichen. Der heimische Skaterhockey-Zweitligist blickt auf eine Negativserie mit inzwischen fünf Niederlagen und dem Aus im ISHD-Pokal zurück. Jetzt trübt zudem das Verletzungspech die Zuversicht auf endlich wieder bessere Tage.

„Ich habe mit meiner Laufbahn ja schon einiges erlebt, dass wir aber von solch schweren Verletzungen geplagt werden, ist mir neu“, sagt der sportliche Leiter Alexander Buß, der zu Wochenbeginn aus seinem Türkei-Urlaub zurückgekehrt ist und sich die Umstände des zurückliegenden 3:8 bei den Langenfeld Devils erzählen lassen musste.

Wie berichtet, schied Dennis Breker in jener Partie mit einem Kieferbruch aus – der Kapitän liegt noch immer in einer Solinger Fachklinik ist bereits einige Male operiert worden. „Ihm geht es den Umständen entsprechend gut“, so Buß, der Breker besucht hat und bei dieser Gelegenheit erfahren konnte, dass diese Verletzung wohl nicht mit Absicht herbei geführt worden sei. „Dennis muss mit seinem Gegenspieler äußerst unglücklich zusammengeprallt sein“, bezeichnet Buß ein Comeback des Topscorers noch in diesem Jahr als unwahrscheinlich.

„Für den ist das Jahr beendet“, macht Buß deutlich, dass das allerdings auch für Patrick Mylius (Kahnbeinbruch) und Torwart Robert Engelmann (Kreuzbandriss plus Meniskusschaden) gilt, außerdem fehlt der verletzte Dominik Uedickhoven längerfristig. „Damit fallen gleich vier wichtige Leute aus.“

Die Mambas schrauben daher – wie vom ersten Vorsitzenden Michael Mikus angekündigt – ihre Ziele für die laufende Saison zurück. Statt der angepeilten Play-offs mit den vier besten Teams der Südgruppe kann es jetzt nur noch um den Klassenerhalt gehen. Und der soll in den restlichen Spielen bei den Hannover Hurricanez (4. Juli) sowie gegen die Rostocker Nasenbären (11. Juli) und Sauerland Steel Bulls Lüdenscheid (8. August) unter Dach und Fach gebracht werden. „Man spürt ganz deutlich eine große Verunsicherung, wie es sie schon lange nicht mehr gegeben hat – die müssen wir wegbekommen“, so Buß.

Der Routinier macht zudem deutlich, dass man das Restprogramm auch als Vorbereitung für die Saison 2016 nutzen werde. So sollen in diesen Tagen erste Gespräche mit den noch zur Verfügung stehen Spielern geführt werden. „Wir müssen uns für’s nächste Jahr neu aufstellen und wollen dann neu angreifen.“