Männerwart Linke: Zweite Liga ist eine Wundertüte
08.02.2012 | 19:16 Uhr 2012-02-08T19:16:00+0100
Sümmern/Menden.Eigentlich sollte auch diese Trainingseinheit unter der Regie von Andreas Latzke laufen. Aber der musste aus gesundheitlichen Gründen passen, Kollege Kai Böckhaus übernahm somit den Fall.
„Andi hat sich vorhin bei mir abgemeldet, er ist krank – es geht aber auch mal ohne ihn“, sagte der Junioren-Coach des Mendener SC Mambas und gestaltete kurzerhand den Übungsabend mit der ersten Herrenmannschaft in Eigenverantwortung. „Alles ist gut, das wird schon klappen.“
In der Tat drehten die Skaterhockey-Cracks auf der blauen Spielfläche der Sümmerananer Zöpnek-Halle mit großem Eifer ihre Runden, übten Schüsse aufs Tor und versuchten sich zudem mit taktischen Elementen. Ob es allerdings schon reichen wird, um an einen erfolgreichen Start in die neue Saison zu denken?
„Ich bin da doch etwas skeptisch“, gibt es zum Beispiel für Männerwart Jürgen Linke derzeit überhaupt keinen Grund für ungezügelten Optimismus. Im Gegenteil. „Wir stehen wohl vor einer richtig schwierigen Saison, und gerade der Einstieg in gut zweieinhalb Wochen könnte der Knackpunkt sein“, lässt der Mambas-Funktionär aus Hemer durchblicken, dass er sich schon etwas Sorgen macht.
Einerseits wegen der zumeist sehr weit entfernt gelegenen Gegner in der Nord-Gruppe („Die Liga ist eine Wundertüte, wir wissen wenig über die Konkurrenz“). Andererseits wegen der eigenen Mannschaft, deren Besetzung sich aktuell alles andere als üppig darstellt. Linke: „Wir bemühen uns permanent um Verstärkungen. Es ist jedoch schwierig und mühsam, geeignete Leute für einen Neuanfang zu gewinnen.“
Vom letztjährigen Team, das ja den Verbleib in der Erstklassigkeit nicht schaffen konnte, sind die Torhüter Franz Gerhardt, David Paton und „Junior“ Marc Dorn sowie die Feldspieler Alexander Hassel, Dennis Breker und Dustin Heckmann übrig geblieben. Zudem haben Dennis Schlicht und Dominik Kraatz ein Weitermachen signalisiert. Als Zugänge stehen bislang Marcel Aderhold, Kevin Käding (beide Samurai Iserlohn) auf der Liste, Robin Schneider kehrte von Highlander Lüdenscheid zurück. „Ich denke, dass das ein guter Grundstock ist, um in die Saison zu gehen“, ist Linke jedoch weit davon entfernt, die Zielsetzung Klassenerhalt nach oben zu korrigieren.
Übrigens: Mit Alexander Buß fand ein Torwartroutinier den Weg zurück, der mit den Mambas schon weitaus bessere Zeiten erlebt hat. Wie auch der aktuell gesundheitlich angeschlagene Andreas Latzke, der sich als Trainer der Herausforderung stellt, ein junges Team für den Neustart in der zweiten Liga aufzubauen.
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