Laufen, Springen, Werfen – hinzu kommt Schwimmen

Das Maßband lügt nicht! Barbara Ludwig macht deutlich, dass beim Sportabzeichen klar definierte Anforderungen erfüllt werden müssen.
Das Maßband lügt nicht! Barbara Ludwig macht deutlich, dass beim Sportabzeichen klar definierte Anforderungen erfüllt werden müssen.
Foto: WP

Menden..  Das Ablegen des Sportabzeichen erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Dafür sorgt auch die Sportabzeichen-Beauftragte des Stadtsportverbandes Menden (SSV), Barbara Ludwig. Mit ihrer Crew von Helfern und Sportabzeichen-Abnehmern sorgt sie dafür, dass das Angebot in der Hönnestadt interessant bleibt.

Die WP-Sportredaktion sprach mit Barbara Ludwig über Trainingsmöglichkeiten, Prüftermine und Kosten.

Welches Resümee können Sie für 2014 ziehen, gab es eine Steigerung der Teilnehmerzahlen?

Barbara Ludwig: Zu den genauen Zahlen kann ich nichts sagen. Aber auf dem Platz – also im Hucken-ohl-Stadion – an den Prüf- und Trainingsterminen hatte ich 2014 nicht den Eindruck, dass das Interesse nachgelassen hat. Eine Strichliste führe ich natürlich nicht, aber es waren ein paar Sondertermine mehr als im Jahr 2013. Also die Termine, die ich neben den offiziellen noch vergebe und die dann bezahlt werden müssen. Wir waren fast immer an den offiziellen städtischen Terminen gut besucht, wobei im August einige wegen Starkregens ausfallen mussten. Einige Unentwegte sind aber trotzdem im Starkregen die 3000 Meter gelaufen. Ich stand dann mit Schirm an der Ziellinie.

Wer nimmt hauptsächlich an den Trainingsterminen teil?

Es kommen immer zwei Hauptgruppen: Bewerber für Berufsgruppen, die das Sportabzeichen als Fitnessnachweis für ihre Bewerbungsunterlagen (Polizei, Justiz, Bundeswehr, Zoll) benötigen, und eine breite Gruppe aktiver Breitensportler, die sich immer wieder jedes Jahr „beweisen“ wollen, dass sie das Sportabzeichen noch schaffen.

Was ändert sich im Jahr 2015?

Bisher habe ich noch nichts von Änderungen der Bedingungen gehört oder gelesen. Im letzten Jahr sind einige Leistungen nach der Reform in 2013 noch einmal angepasst beziehungsweise überarbeitet worden. Großartig ändern wird sich nichts nach der „großen“ Reform zum 100-Jährigen.

Was müssen Interessenten beachten?

Interessenten müssen nichts Besonderes beachten. Sie müssen allerdings schwimmen können – der Schwimmnachweis gehört zum Sportabzeichen –, und sie sollten regelmäßig trainieren. Ballsportarten wie Fuß- oder Handball sind meist hilfreich, da sie viele Elemente der Leichtathletik beinhalten. Die meisten Bewerber absolvieren die leichtathletischen Disziplinen. Turnen ist alternativ auch möglich und wird in den Turnvereinen abgenommen, wo die Anforderungen auch trainiert werden. Wem das Laufen nicht liegt, kann dafür Radfahren oder Schwimmen. Letztendlich sollte man sportgesund sein, kein Übergewicht haben und möglichst nicht rauchen.

Also man muss schon recht fit sein?

Es gab bei den zehn Fragen in der Samstagsausgabe der WP mal jemanden, der die Anforderungen als lächerlich bezeichnet hat. Das ist aber mitnichten so. Selbst junge, gesunde Leute müssen bei mir erst einmal einige Wochen trainieren, um das Sportabzeichen in Bronze – die untersten Stufe sozusagen – überhaupt zu schaffen. Das ist oft richtig Stress für diejenigen, die das Sportabzeichen für eine Bewerbung benötigen. Ein Gesunder, der nie lange krank, verletzt oder gehandicapt war und immer trainieren konnte, muss da über seinen Tellerrand hinausgucken. Talent spielt neben dem Trainingszustand sicherlich auch eine Rolle.

Wo kann ich im Winter trainieren?

Seit November 2014 bieten wir auf vermehrte Nachfrage ein allgemein-athletisches Winter-Training in der Halle an – mit leichtathletischen Inhalten, soweit die begrenzte Halle das erlaubt. Dieses Training findet montags in der ehemaligen Nikolaus-Groß-Schule von 19.30 bis 21 Uhr statt. Draußen, zum Beispiel im Wald, kann man mit passender Kleidung individuell immer Laufen trainieren. Auch im Huckenohl-Stadion ist das zu Zeiten, in denen dort keine Vereine trainieren, oder mit entsprechender Rücksichtnahme möglich. Schwimmen kann man selbst im Hallenbad oder im Sommer in der Leitmecke üben. Die dortigen Schwimmmeister kann man auch mal um Tipps fragen.

Wann beginnt das Sommertraining?

Das Sommertraining wird nach Ostern im Huckenohl-Stadion beginnen. Die Prüftermine starten dann circa Mitte Mai.

Welche Kosten kommen auf die Interessenten zu?

Die Gebühr für das Sportabzeichen beträgt mit Urkunde drei Euro, inklusive Abzeichen vier Euro. Offizielle Prüftermine sind kostenfrei, Sondertermine kosten 15 Euro. Das Training kostet 2,50 Euro pro Abend. Man zahlt nur, wenn man teilnimmt. Wir geben Zehner-Karten heraus.