Künftig neun oder nur noch sieben Sportplätze?

Die dunklen Wolken im Hintergrund können die Freude an der Arbeit zum Wohle der heimischen Sportvereine nicht trüben – von links: Die SSV-Vorstandsmitglieder Heinz Kirchhoff (Fachwart Behindertensport), der erste Vorsitzende Georg Weingarten, Udo Jostmann (Schießsport), Kassenwart Klaus-Jürgen Sieberg, der zweite Vorsitzende Markus Kisler, Friedel Antoni (Faustball) und SSV-Geschäftsführer Klaus Gerling.
Die dunklen Wolken im Hintergrund können die Freude an der Arbeit zum Wohle der heimischen Sportvereine nicht trüben – von links: Die SSV-Vorstandsmitglieder Heinz Kirchhoff (Fachwart Behindertensport), der erste Vorsitzende Georg Weingarten, Udo Jostmann (Schießsport), Kassenwart Klaus-Jürgen Sieberg, der zweite Vorsitzende Markus Kisler, Friedel Antoni (Faustball) und SSV-Geschäftsführer Klaus Gerling.
Foto: WP

Menden..  Wenn der Stadtsportverband Menden (SSV) seine Jahreshauptversammlung durchführt, gibt es stets eine mit viel Information gespickte Sitzung. Die Zusammenkunft am Freitagabend machte keine Ausnahme, beim gut besuchten Meeting im Vereinsheim des VfL Platte Heide am Sportplatz Hülschenbrauck waren indes die Regularien recht schnell abgehandelt.

„Wir haben jetzt 21.09 Uhr – ich denke, wir haben alles ganz gut abgehandelt“, sagte Georg Weingarten. Der SSV-Präsident blickte auf gute zwei Stunden zurück, in denen die anwesenden und sehr interessiert zuhörenden Vereinsvertreter nicht nur die Berichte der einzelnen Fachwarte zur Kenntnis nehmen konnten. Die „zukünftige Entwicklungen der Mendener Sportstätten“ war zwar erst als zwölfter Tagesordnungspunkt aufgeführt, nahm aber die meiste Zeit des Abends in Anspruch.

Der zweite Vorsitzende des SSV, Markus Kisler, berichtete sehr ausführlich über den aktuellen Stand der Beratungen des gerade mit der sehr komplexen Thematik „Sportplätze“ beschäftigten Ausschusses. „Unser Arbeitskreis ist da mitten drin, aber es gibt noch keine Entscheidungen“, sagte Kisler. Der Vorsitzendes TTC-DJK Lendringsen machte in seinen umfassenden Ausführungen deutlich, dass das Gremium, bestehend aus SSV-Mitgliedern und dem Sportamt der Stadt Menden, um Lösungen bemüht sei.

In Menden gibt es neun Sportplätze, von denen laut eines vorliegenden Gutachtens auf Dauer nur sieben benötigt würden. „Die Gutachter haben dabei natürlich auch den demografischen Wandel berücksichtigt – es gibt nunmal immer weniger Kinder“, so Kisler. Das sei eine Tatsache, und dieser Entwicklung müssen sich auch die heimischen Fußballvereine stellen.

Drei Kunstrasen in Menden-Süd

Kisler zeigte auf, dass in Menden-Süd mit den recht neuen Kunstrasenanlagen in Hüingsen, Lendringsen und am Habicht erst einmal kein Handlungsbedarf bestehen würde.

In Menden-Mitte gibt es zum einen das Huckenohl-Stadion und dem erst vor wenigen Jahren zur Kunstrasenanlage umgebauten Nebenplatz. Und es gibt den maroden Tennenplatz an der Gisbert-Kranz-Straße, der vom Fußball-Kreis Iserlohn für den Spielbetrieb eigentlich nicht mehr zugelassen wird, aber auch durch das Engagement des dort heimischen A-Ligisten Menden Türk eine kurzfristige Sanierung erfahren könnte (WP berichtete). „Hier gibt es sicherlich den größten Gesprächsbedarf, zumal der Platz am wenigsten frequentiert wird“, so Kisler. Die Tendenz gehe aber Richtung Erhalt, zumal man dieser Sportplatz durch den Schulsport genutzt werde.

Handlungsbedarf

„In Menden-Nord haben wir drei Sportplätze, aber die sind deutlich in die Jahre gekommen und müssten recht bald saniert werden“, zeigte Kisler auf, dass der Aschenplatz am Hülschenbrauck 2016/17 komplett hergerichtet werden müsse. Die Kunstrasen in Schwitten (2017) und Bösperde (2018) seien danach an der Reihe – ebenfalls sehr kostenintensive Maßnahmen. „Das besagte Gutachten empfiehlt auch deshalb die Reduzierung auf zwei Plätze“, so Kisler, der aber deutlich mache, dass noch nichts entschieden sei. „Da ist jetzt die Politik am Zug.“

Das Thema Sporthallen in der Hönnestadt steht derweil noch nicht auf der Agenda des Arbeitskreises. „Das wird aber mit Sicherheit auf die Tagesordnung kommen“, machte Kisler deutlich, dass man sich mit den heimischen Hallen sehr wohl schon befasst habe. „Derzeit sieht es so aus, dass wir im Vergleich zu anderen Kommunen fast optimal dastehen.“ Es sehe zwar nicht danach aus, dass man Sportstätten schließen wolle („es hat sich gezeigt, dass alle benötigt und genutzt werden“). Dass aber mit Blick auf die Habicht-Halle in Lendringsen Handlungsbedarf bestehe, sei offensichtlich. Kisler: „Es ist absehbar, dass dort etwas passieren muss.“