Kräftemessen der Lokalrivalen auf hohem Niveau

Wenn Kati Wiemann Maß nimmt, ist allerhöchste Aufmerksam geboten. Die Schwitteneringehörte im Hinspiel zu den Haupttorschützinnen, beim 32:30 gegen die HSG Menden-Lendringsen erzielte sie sieben Tore. Ob Rückraumshooterin diese Leistung am Samstag wiederholen kann, ist mehr als fraglich – Kati Wiemann zog sich zu Wochenbeginn bei einem Verkehrunfall eine Halswirbelverletzung zu.
Wenn Kati Wiemann Maß nimmt, ist allerhöchste Aufmerksam geboten. Die Schwitteneringehörte im Hinspiel zu den Haupttorschützinnen, beim 32:30 gegen die HSG Menden-Lendringsen erzielte sie sieben Tore. Ob Rückraumshooterin diese Leistung am Samstag wiederholen kann, ist mehr als fraglich – Kati Wiemann zog sich zu Wochenbeginn bei einem Verkehrunfall eine Halswirbelverletzung zu.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Am Samstag steht im Walram das Oberliga-Derby zwischen Gastgeber HSG Menden-Lendringsen und dem TV Schwitten an – der Ausgang ist völlig offen.

Menden..  Wer sich dieser Tage mit den heimischen Oberliga-Handballerinnen beschäftigt und die Sprache auf das Derby am Samstag in der Walram-Halle (17 Uhr) bringt, bekommt unterschiedliche Antworten. Gibt es doch im Lager von Gastgeber HSG Menden-Lendringsen recht offensive Töne, während beim TV Menden-Schwitten momentan eher Zurückhaltung angesagt ist.

So schürt Jörg von Estorff die Freude auf das Duell mit dem Nachbarn. „Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir zwei so tolle Teams in der Stadt haben“, stellt der HSG-Trainer fest und erwartet ein Kräftemessen zweier Rivalen, die aktuell mit zum Besten gehören, was Westfalens Damenhandball zu bieten hat. „Darauf darf man durchaus stolz darauf sein.“

Natürlich hat von Estorff das Abschneiden der Schwittener in dieser Saison verfolgt. Und die Tatsache, dass man quasi punktgleich hinter Tabellenführer SC DJK Everswinkel liegt, verleihe dem Derby den Status eines Spitzenspiels, dessen Sieger dem Primus auf den Fersen bleiben wird. „Ich hoffe, dass wir das sind“, hegt von Estorff gewisse Hoffnungen auf den Spielausgang.

Dass er großen Respekt vor Schwitten hat, zeigt möglicherweise seine Rückschau auf das 30:32 im Hinspiel. „Das war stets auf Augenhöhe, aber vielleicht war Schwitten einen Tick motivierter – und hatte am Ende sicherlich entscheidende Vorteile, als bei uns Kathrin Baer verletzt ausgefallen war“, so von Estorff.

Der Respekt des Rivalen ist beim TVS derweil kein Thema. Stattdessen war man bislang damit beschäftigt, die 28:37-Heimpleite gegen Everswinkel zu verarbeiten. Zudem muss Trainer Thorsten Stange in dieser Woche beruflichen Pflichten (Seminar) nachkommen, er fehlte deshalb am Dienstag. Diese Einheit lief unter der Regie von Frauenwartin Julia Wiemann, und die legte den Fokus auf individuelle Inhalte.

„Wir haben einige Dinge probiert, aber auch über die zurückliegende Niederlage gesprochen – die sollte jetzt eigentlich abgehakt sein“, so Julia Wiemann, die zudem berichtet, dass am Samstag der Einsatz ihrer Schwester Kati Wiemann mehr als gefährdet sei — die wurfgewaltige Schwittenerin hat sich bei einem Verkehrunfall eine Halswirbelverletzung zugezogen. „Es wäre bitter, wenn sie ausfällt – sie ist nicht nur im Angriff wichtig, sie würde uns vor allen Dingen in der Abwehr fehlen.“ Sorgen, die die Schwittenerinnen in dieser Woche plagen.

Heute Abend will Thorsten Stange zum Training anreisen und die Konzentration auf das Ortsduell lenken. „Wir hatten bislang keine gute Vorbereitung, aber ich denke, dass wir am Samstag wieder einen guten Part spielen können“, hofft Julia Wiemann auf ein ähnliches Resultat wie im Hinspiel. „Auf jeden Fall gibt es eine enge Partie.“ Wie fast immer in solchen Derbys.