Knez warnt vor Schalksmühles Rückraum

Augen zu und durch! Oliver Kampmeier (rechts) und der TV Schwitten müssen am Samstagnachmittag knifflge Aufgaben am Schalksmühler Löh lösen.
Augen zu und durch! Oliver Kampmeier (rechts) und der TV Schwitten müssen am Samstagnachmittag knifflge Aufgaben am Schalksmühler Löh lösen.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Handball-Landesligist TV Menden-Schwitten muss am Samstag eine knifflige Aufgabe lösen: Die Partie bei SG Schalksmühle-Halver II beginnt um 17 Uhr.

Schwitten..  „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts“, sagte einst der dänische Theologe Sören Kierkegaard. Um die bisherige Saisonleistung des TV Menden-Schwitten zu verstehen, ist der Blick auf die letzten Auftritte in der Handball-Landesliga 4 sicherlich von Vorteil.

Denn drei Siege in Folge und neun Spieltage vor Schluss alleiniger Tabellendritter zu sein, ist eine richtig starke Momentaufnahme. Und dies wird sich angesichts von vier Punkten Vorsprung auf Rang vier auch nach dem samstäglichen Ausflug in den Südkreis nicht ändern.

Das Gastspiel bei SG Schalksmühle-Halver II gehört sicherlich zu den weniger prickelnden, zumal der Gastgeber im Niemandsland der Tabelle steht. „Das ist angesichts der Qualität von Schalksmühle-Halver schon überraschend, denn sie verfügen über starke Akteure“, sagt Spielertrainer Tihomir Knez. Ein lockerer Sieg ist demnach nicht im Ansatz zu erwarten, zumal der Gastgeber die beste Offensive der Landesliga 4 stellt. Satte 520 Treffer hat das Pfaffenbach-Team schon markiert und damit sogar mehr als die Topteams aus Halingen und Hohenlimburg. Vor allem der Rückraum mit Leicht, Potberg oder Wiggershaus ist individuell bärenstark.

„Wir müssen in der Deckung daher total fokussiert sein und wenig freie Schüsse ermöglichen“, fordert Tihomir Knez. Dies gelang zuletzt beim Auswärtssieg in Schwerte richtig gut, zumal Keeper Kevin Peichert derzeit extrem stabil agiert.

Verkürzen will man in den letzten Saisonwochen nach Möglichkeit noch den Abstand zum Topduo. „Wir wollen natürlich das beste Team vom Rest der Liga bleiben, dann hätten wir das Maximum herausgeholt“, so Knez. Er weiß genau, warum es letztlich nicht gereicht hat, mit Halingen und Hohenlimburg länger mithalten zu können. „Wir hatten einfach in diesen Spielen nicht das komplette Personal an Bord. Und dann reicht es nicht, um gegen solch hochkarätig besetzte Mannschaften mitzuhalten.“ Dass man ab November punktemäßig abreißen lassen musste, ficht Knez nicht wirklich an. „Wir haben uns nie ernsthaft mit einem möglichen Titelgewinn beschäftigt, eben weil Halingen und Hohenlimburg andere Möglichkeiten haben“.

Zahlreiche Zusagen für neue Saison

Welche personellen Möglichkeiten Schwitten in der kommenden Serie haben wird, daran wird aktuell mit Hochdruck gearbeitet. Nach WP-Informationen hat ein Großteil des Kaders bereits für ein weiteres Jahr in der Kreissporthalle zugesagt, lediglich bei zwei Akteuren fehlt die finale Entscheidung noch. Und bei Spielertrainer Knez sieht es so aus, als ob einer neunten Saison in Schwittennicht wirklich viel im Werg steht.