Knez warnt: Schlechte Gäste-Bilanz kein Freibrief

Torsten Becker und der TV Menden-Schwitten bestreiten am Sonntag eine heikle Partie: Die Tatsache, dass sich der Tabellenletzte HSG Wetter/Grundschöttel in der Kreissporthalle vorstellt, ist keineswegs ein Erfolgsgarant.
Torsten Becker und der TV Menden-Schwitten bestreiten am Sonntag eine heikle Partie: Die Tatsache, dass sich der Tabellenletzte HSG Wetter/Grundschöttel in der Kreissporthalle vorstellt, ist keineswegs ein Erfolgsgarant.
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Was wir bereits wissen
Der TV Schwitten steht am Sonntag vor einer vermeintlich leichten Aufgabe: Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel ist in der Kreissporthalle zu Gast.

Schwitten..  „Man muss sich einfache Ziele setzen, dann kann man sich komplizierte Umwege erlauben“, sagte einst der berühmte französische Politiker Charles de Gaulle. Nun, das einfachste Ziel für die Handballer des TV Menden-Schwitten dürfte aktuell sein, Rang drei zu verteidigen. Denn nach der knappen 29:32-Niederlage bei Topteam HSG Hohenlimburg sollte auch dem letzten Handball-Fan in der Landesliga 4 klar geworden sein, dass der kommende Meister nur aus dem Lager der großen Favoriten Halingen oder eben Hohenlimburg kommen kann.

„Wir haben in Hohenlimburg nicht schlecht gespielt, aber letztlich am Ende leider nicht mehr die Mittel gefunden, um dort eine große Überraschung zu landen“, sagt Spielertrainer Tihomir Knez, der bei der Partie in der Elseyer Rundturnhalle überragte. Der Kroate schaut auch gar nicht mehr auf die Tabellenspitze, „dafür sind Halingen und Hohenlimburg einfach zu stark besetzt. Diese beiden Teams werden den Aufstieg unter sich ausmachen“, ist sich der 37-Jährige sicher.

Knez schaut lieber auf das Hinrundenfinale am Sonntag, in dem der TVS mit Schlusslicht HSG Wetter/Grundschöttel ein sportlich angeknocktes Team in der Kreissporthalle empfängt (17.30 Uhr). Die Möglichkeit, dabei den neunten Saisonsieg einzufahren, ist definitiv gegeben. „Auch wenn dazu natürlich eine konzentrierte Leistung erforderlich ist, denn Wetter/Grundschöttel hat nichts zu verschenken“, weiß Knez.

Die Gäste haben bislang in zwölf Partien nur einmal gewonnen und stellen zudem die zweitschwächste Deckung der Liga. Der Gast um Coach Wildförster merkte nach dem Aufstieg sehr schnell, dass die Luft in der Landesliga deutlich rauher ist. Nur einen Zähler holte man aus den ersten neun Partien, dabei gab es zum Teil böse Klatschen – selbst gegen Mannschaften aus der Liga-Grauzone wie TV Arnsberg (25:34) oder TuS Volmetal II (20:33). Dies macht deutlich, dass Wetter vor einer Herkulesaufgabe steht, wenn der Verbleib in der Landesliga wirklich gelingen soll.

„Wir haben bislang zu Hause eine absolut weiße Weste und unsere Zuschauer immer zufrieden nach Hause gehen lassen. Das soll sich nach Möglichkeit auch am Sonntag nicht ändern. Dazu müssen wir jedoch alle unsere beste Leistung abrufen – aber davon bin ich eigentlich überzeugt“, stellt Knez klar. Denn schließlich will man auch am Ende der Hinrunde in den Top-Vier stehen, was angesichts der vielen personellen Handicaps der letzten Monate schon eine beachtliche Momentaufnahme ist.

Und vielleicht ergibt sich dann irgendwann in der Rückrunde doch noch die Möglichkeit, sich über komplizierte Umwege ein anderes Ziel zu erarbeiten.