Knez: Platz drei spiegelt gute Entwicklung wider

Hofft auf eine ähnlich starke Leistung wie zuletzt in Warstein und gegen Schwelm: Schwittens Spielertrainer Tihomir Knez.
Hofft auf eine ähnlich starke Leistung wie zuletzt in Warstein und gegen Schwelm: Schwittens Spielertrainer Tihomir Knez.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Handball-Landesligist TV Menden-Schwitten setzt sie Saison mit einem Auswärtsspiel fort. Am Sonntagnachmittag geht es zur HSG Schwerte-Westhofen.

Schwitten..  „Erfolgsmenschen sind leicht zu erkennen: sie haben immer blaue Flecken am Ellenbogen“, sagte schon der deutsche Schauspieler Rudolf Platte. Wie viele Flecken sich die Landesliga-Handballer des TV Menden-Schwitten in den letzten beiden siegreichen Partien in Warstein und daheim gegen Schwelm zugezogen haben, ist nicht bekannt.

Fakt ist aber, dass auch im Kreisderby bei der taumelnden HSG Schwerte-Westhofen (Sonntag, 17 Uhr) nur mit entsprechender Kampfkraft die kleine Siegesserie ausgebaut werden kann.

„Wir haben in den letzten 14 Tagen regeneriert und sehr vernünftig trainiert. Das wollen wir in Schwerte zeigen und nach Möglichkeit auch dort gewinnen“, sagt Spielertrainer Tihomir Knez. Der heimische Tabellendritte hat durch zwei seriöse Vorstellungen aktuell Rang drei alleine inne, und daran soll sich auch nach dem Gastspiel im Friedrich-Bährens Gymnasium nach Möglichkeit nichts ändern.

Der Gastgeber startete als potenzieller Titelanwärter in die Serie, doch die Kohl-Schützlinge spielten eine desaströse Saison. Negativer Höhepunkt war die peinliche und wehrlose Vorstellung bei der 21:48-Packung bei Titelfavorit Westfalia Halingen, bei der man den Eindruck vermittelte, dass es im Innenverhältnis zwischen Mannschaft und Trainer erhebliche Risse geben muss. Denn angesichts der individuellen Klasse von Akteuren wie Paukstadt oder Flügelflitzer Denissov (gemeinsam kommen beide auf satte 167 Treffer) ist es schlichtweg nicht nachvollziehbar, dass die Schwerter in 16 Partien bereits neunmal verloren haben. Ein Trainerwechsel ist bei einer ähnlichen Vorstellung gegen Schwitten nicht mehr ausgeschlossen, auch wenn der sportliche Leiter Mischa Quass dies vehement bestreitet. „Niclas Kohl macht seit vier Jahren richtig gute Arbeit, wir haben jetzt erstmals eine schwere Phase. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“. Was diese Wort wert sind, werden die nächsten Wochen sicherlich zeigen.

Dass der TVS mitten in der größten Schwerter Krise dort antreten muss, ist alles andere als eine dankbare Aufgabe für Spielertrainer Tihomir Knez. „Schwerte wird sicherlich hochmotiviert sein, den Eindruck der letzten Wochen zu korrigieren, zumal sie noch nicht gerettet sind. Wir müssen uns auf einen harten Fight einstellen und geduldig auf unsere Chancen warten“, so der Kroate.

Dies war in den letzten beiden Spielen eine große Schwittener Tugend, „die Jungs haben in Warstein ohne Harz und auch gegen die zuletzt bärenstarken Schwelmer in den engen Momenten viele richtige Entscheidungen getroffen“, lobt Knez. Die Entwicklung des Teams ist aus seiner Sicht denn auch erfreulich und wird durch Tabellenplatz drei dokumentiert. „Wir werden alles dafür tun, die Saison auf diesem Platz zu beenden“, verspricht Knez Vollgas bis zum Schluss.

Dies gilt nicht zuletzt für die diffizile Aufgabe am späten Sonntagabend.