Knez: „Müssen uns besser aufs Harzverbot einstellen“

Menden..  Für angenehme Erinnerungen muss man im Voraus sorgen“, sagte einst der österreichische Schauspieler Paul Hörbiger. Dass dies Landesligist TV Menden-Schwitten durch das peinliche 21:27 zum Rückrundenauftakt gegen Kellerkind VfL Eintracht Hagen III verpasste, ist ein Faktum. Und gleichzeitig eine Parallele zum kommenden Gegner, dem VfS Warstein, der sich zuletzt ebenfalls kräftig blamierte.

Die 18:29-Packung bei RE Schwelm war ebenso überraschend wie die Schwittener Pleite, von daher ist die Ausgangslage vor der samstäglichen Partie am Schwarzen Weg fast identisch.

Identisch ist auch die Zahl der Niederlagen, beide haben bislang fünf kassiert und kämpfen damit im restlichen Saisonverlauf nur noch um die bestmögliche Platzierung. „Warstein ist eine kampfstarke Mannschaft, die mit Ristovic und Schorlemer über zwei herausragende Rückraumkräfte verfügt“, weiß TVS-Spielertrainer Tihomr Knez um die Höhe der Auswärtshürde.

Bereits im Hinspiel gab es ein enorm enges Match, in dem Schwitten trotz eines fragwürdigen Platzverweises für Knez am Ende triumphierte.

Aber Warstein blieb dank seiner enormen Heimstärke in der harzfreien Halle oben dran, der VfS gab bislang daheim noch keinen Punkt ab. Daher ist der Gastgeber klar favorisiert, auch wenn man zuletzt immer wieder versuchte, personelle Probleme als Grund für Niederlagen ins Feld zu führen.

„Darauf gebe ich nichts. Dass nicht geharzt werden darf, ist definitiv ein Vorteil für Warstein. Wir müssen schauen, dass wir besser darauf eingestellt sind als damals bei unserer Niederlage in Arnsberg“, so Knez.

Stichwort Einstellung: Die stimmte zuletzt gegen Hagen III bei einigen Akteuren nicht so wirklich. „Wir haben dort ein schwaches Spiel abgeliefert, für das ich kein Verständnis habe“, so Knez beim Blick in den Rückspiegel. Verständnis mussten seine Akteure daher für die schonungslose Aufarbeitung in dieser Woche haben. „Denn ich habe deutlich gemacht, dass wir die Saison nicht einfach ausklingen lassen, denn wir haben noch zwölf Spiele und wollen davon möglichst viele gewinnen“, stellt Knez klar.

Davon war gegen Hagen nicht viel zu sehen, denn was Nico Löbbecke und Co. offensiv versemmelten, war mehr als fahrlässig. „In Warstein müssen wir viel effektiver agieren, wenn wir eine Chance haben wollen“, so Knez.