Klatsche in Sümmern: Lage bedient

Platte Heide..  Restlos bedient zeigte sich Markus Lage, Trainer des Fußball-A-Ligisten VfL Platte Heide, nach der 1:6-Klatsche beim Nachbarn Sportfreunde Sümmern, der jetzt auch in der Tabelle gefährlich nah an die Platte Heider heranrückt.

„Kein Biss in den Zweikämpfen, wenig Torgefahr und gravierende Abwehrfehler“, sah der Coach auch die Euphorie vom Ostermontagssieg gegen Grün-Weiß Menden komplett verflogen. „Wir hätten heute nachlegen und Sümmern abhängen müssen – und dann das.“

Kaum hatte Schiedsrichter Oliver Ruhnert angepfiffen, begannen beim VfL die Schnitzer im Spielaufbau. In der vierten Minute stand Biermann nach Seelings überflüssigem Ballverlust frei vor VfL-Keeper Jaskowski und schob ihm den Ball durch die Beine – 0:1.

Die Lage-Elf, die gegen Grün-Weiß Menden noch kämpferisch überzeugt hatte, fand weiter keinen Zugriff aufs Spiel. Erst in der 21. Minute kam Pasdzior gefährlich vors Tor, den Schuss parierte van der Vegt, beim Nachschuss wurde Pasdzior gelegt. Den fälligen Elfmeter setzte Seeling jedoch an den Pfosten.

Zwei Minuten später erhöhte Klockner nach Vorarbeit von Grigorev auf 2:0. Sümmern kontrollierte fortan Spiel und Gegner, musste aber vor der Pause noch das 2:1 durch einen Handelfmeter hinnehmen, den Meinhold sicher verwandelte.

Die zahlreichen Platte Heider Zuschauer erwarteten jetzt eine Aufholjagd, stattdessen ließ sich die Lage-Elf nach dem Wiederanpfiff erneut unter Druck setzen. In der 53. Minute verpasste Grigorev noch knapp das Tor, zwei Minuten später traf er nach Flanke von Biermann zum 3:1. Daraufhin muckte der VfL auf, doch vergab Hamoudeh aus kurzer Distanz, Pasdzior scheiterte zweimal an van der Vegt. In der 71. Minute gab Schiri Ruhnert nach einem Foul von Schelte an Biermann den dritten Elfmeter der Partie. Jaskowski parierte, doch Grigorev machte im Nachschuss mit dem 4:1 alles klar. Mit dem fünften Tor vollendete Grigorev noch seinen lupenreinen Hattrick (74.). Eine Minute vor Schluss machte Potthoff mit dem 6:1 die Demütigung der hoffnungsvoll angereisten VfL-er perfekt.

„Ich habe in der Kabine gesagt, hier wird es schwerer als gegen Grün-Weiß“, so Markus Lage. „Wir hatten die Chance, Sümmern in der Tabelle den Gnadenschuss zu geben. Aber es hat wohl keiner zugehört.“