Kisler: Erste Mannschaft hat das Potenzial für den Aufstieg

So kann es gerne weitergehen! Christian Becker (links) und die TTG-Erste zieren derzeit die Tabellenspitze der Landesliga 6.
So kann es gerne weitergehen! Christian Becker (links) und die TTG-Erste zieren derzeit die Tabellenspitze der Landesliga 6.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Bei der TTG Menden herrscht dieser Tage eitel Sonnenschein. Die seit Saisonbeginn bestehende Fusion aus TTC-DJK Lendringsen und TTV Platte Heide kann nach den ersten Spieltagen eine sehr positive Bilanz ziehen. Dabei stechen die Erfolge der ersten Mannschaft in der Tischtennis-Landesliga 6 natürlich hervor.

Die WP-Sportredaktion unterhielt sich mit Markus Kisler, dem ersten Vorsitzenden der TTG.

Herr Kisler, die Herbstpause gibt Gelegenheit für ein erstes Fazit. Wie sehen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Markus Kisler: Es ist eigentlich sehr gut gelaufen, wir dürfen mehr als zufrieden sein. Vor allen Dingen deshalb, weil unsere Erste einen so tollen Start hat hinlegen können. Das Nachholprogramm mit fünf Spielen an zwei Wochenenden hat vier Siege und ein Remis beschert, mit 9:1 Punkten liegen wir in der Tabelle sogar vorn. Aber auch das Abschneiden der anderen Mannschaften geht in Ordnung – wir haben elf Seniorenteams an den Start bringen können, dass es nicht überall optimal laufen kann, ist doch klar.

Dass so viele Mannschaften im Spielbetrieb sind, zeigt offenbar, dass die Fusion zumindest bei allen Aktiven angekommen ist ...

Ich glaube, dass dieser Zusammenschluss angenommen wurde und dass wir jetzt auf einem guten Weg sind – alle sind zufrieden, es hat keine Austritte gegeben. Aber eigentlich hat sich im Vergleich zur Vorsaison ja nichts verändert. Da sind beide Vereine noch getrennt an den Start gegangen, aber die Zusammenlegung der Mannschaften hatte bereits stattgefunden. Jetzt passiert das alles halt unter dem Dach der TTG Menden. Natürlich gibt es in vielen Bereichen noch Verbesserungspotenzial.

Die Erfolge sind deutlich zu erkennen – zumindest beim Landesliga-Team. Wird die Erste vielleicht sogar aufsteigen?

Sie kann es! Aber dafür muss alles passen. Wir haben in dieser Saison sicherlich nicht das Problem, dass es zwei Übermannschaften wie TTC Schwalbe Bergneustadt IV und TV Neunkirchen gibt, die zuletzt den Titel unter sich ausgespielt haben. Dass wir aber souveräner Dritter geworden sind, macht uns noch lange nicht zum Aufstiegskandidaten Nummer eins. Neue Klubs sind hinzu gekommen, viele haben sich verstärkt – schon die ersten Ergebnisse haben gezeigt, wie knapp es zugehen kann. Dass wir jetzt an erster Stelle liegen, ist zumindest eine schöne Momentaufnahme.

Die Landesliga-, aber auch die Bezirksliga-Mannschaft sind weitestgehend unverändert geblieben – ein Vorteil?

Eingespielte Teams sind immer ein Vorteil. Allerdings hat es einige personelle Wechsel gegeben. So hat sich Tim Hankeln aus Studiengründen aus der Ersten zurückgezogen, dafür ist Frederik Fischer, der in der Bezirksliga stark gespielt hat, aufgerückt. Dank der Fusion fallen Wechsel zwischen unseren Teams leichter – auch weil das Angebot an guten Leuten aus Lendringsen und Platte Heide größer geworden ist.

Ein weiterer Vorteil ist sicherlich auch die Tatsache, dass die TTG über zwei Spiel- und Trainingsstätten verfügt, oder?

Wir trainieren montags, mittwochs und freitags in der Sporthalle am Salzweg, zudem haben wir dienstags und freitags die Bonifatius-Halle – dieses Angebot möchten wir beibehalten, denn davon profitiert nicht nur unser Nachwuchs.