Kemper-Team ist Vierter auf dem Nürburgring

Probleme gab’s nur mit den hohen Temperaturen im Cockpit: Das PoLe-Racing-Team
Probleme gab’s nur mit den hohen Temperaturen im Cockpit: Das PoLe-Racing-Team
Foto: WP

Menden..  Beim vierten Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring sorgten Wolfgang Kemper (Menden), Michael Heimrich (Oberursel) und Bashar Mardini aus den Vereinigten Arabischen Emiraten für das bislang beste Saisonergebnis des PoLe-Racing-Teams des Porsche Zentrum Lennetals.

Nach etwas mehr als vier Stunden Fahrzeit landete das Trio mit dem Porsche 911 GT3-Cup bei den Specials bis 4000 ccm trotz eines zwischenzeitlichen Reifenschadens auf dem sechsten Rang bei 14 Startern. Es ist das beste Resultat seit dem vierten Rennen im Vorjahr, wo der fünfte Platz gefeiert werden konnte.

„Mit diesem Ergebnis können wir absolut zufrieden sein“, freute sich Kemper. „Die Reifen brauchten wir nicht sonderlich warm zu fahren. Wir haben die heutige Hitzeschlacht gut überstanden.“ Der Hochsommer stellte Fahrer und Fahrzeuge beim vierten Saisonlauf auf eine harte Probe – bei Außentemperaturen von über 33 und Asphalttemperaturen jenseits von 50 Grad Celsius kletterten die Werte in den Cockpits auf annähernd 70 Grad. Fahrer und Autos wurden einer extremen Belastungsprobe unterzogen.

Zusätzliche Luftschläuche

„An unserem Porsche können wir leider die Seitenscheiben nicht öffnen, und außerdem fehlen Lüftungsschlitze in der Heckscheibe“. berichtete Kemper. „Unsere Mechanikercrew hatte zusätzliche Luftschläuche in den Porsche eingebaut, durch die Frischluft ins Cockpit gelangte. Aber so richtig frisch fühlte sich das auch nicht an.“ Kemper erzählte, dass die eintretende Luft eher an einen Föhn erinnerte. „Trotz der hohen Temperaturen ging es heute auf der Strecke recht ruhig zu. Es gab nur wenige Gelbphasen, der Rhythmus wurde selten gestört. Bei den extremen Temperaturen konnten wir sogar unseren Gastfahrer aus Dubai überzeugen, eine Trinkflasche mit ins Auto zu nehmen.“

Rennen in Le Castellet

Die Teamkollegen Johannes Kirchhoff (Iserlohn), Gustav Edelhoff (Hemer), Ingo Vogler (Schalksmühle) und Elmar Grimm (Münster) bereiteten sich derweil auf das 24-Stunden-Rennen im südfranzösischen Le Castellet am Wochenende vor. Das Quartett geht dort erneut mit dem „Team Car Collection“ an den Start. Im Feld der über 80 Starter wird ein Platz in den Top Ten angepeilt.