Keine Angst vor der starken Landesliga-Konkurrenz

Jan Kießler (links) und der BSV Menden stehen vor einer interessanten Landesliga-Saison mit starken Gegnern. Der heimische Branchenführer strebt einen Platz im Mittelfeld an, mit dem Abstiegskampf möchte man diesmal nichts zu tun haben.
Jan Kießler (links) und der BSV Menden stehen vor einer interessanten Landesliga-Saison mit starken Gegnern. Der heimische Branchenführer strebt einen Platz im Mittelfeld an, mit dem Abstiegskampf möchte man diesmal nichts zu tun haben.
Foto: WP

Menden..  Das neue Fußballjahr hat nun auch für den BSV Menden begonnen. Am Mittwochabend nahm der Landesligist im Huckenohl-Stadion die Vorbereitung auf die kommende Saison auf. Es soll eine ruhige Spielzeit für den heimische Branchenführer werden. Auf jeden Fall keine, die bis zum Schluss vom Kampf um den Klassenerhalt geprägt sein könnte.

Die WP-Sportredaktion sprach mit BSV-Trainer Sven Nieder über Erwartungen, große Hoffnungen und über die Sorgen vor einer Verletzungsserie.

Frage: Sven Nieder, einige Experten halten den neuen Kader des BSV Menden reif für einen Platz unter den ersten Fünf der Landesliga 2. Was antworten sie denen?

Sven Nieder: Dass das eine sehr gewagte These ist. Man sollte nicht vergessen, dass wir gerade erst mit einem großen Kraftakt die Liga überhaupt gehalten haben. Jetzt von mehr zu sprechen wäre vermessen. Wir wollen so früh wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. Ein guter Mittelfeldplatz wäre in Ordnung.

Noch einmal mit Blick zurück auf die abgelaufene Saison – was soll die Mannschaft davon auch in der neuen Spielzeit zeigen?

Zu allererst die Freude am Fußball – wie in der vergangenen Rückrunde. Und natürlich die mannschaftliche Geschlossenheit mit ihrem kompakten Auftreten. Wenn das gelingt, haben schon viel erreicht.

Der Kader ist nicht nur zahlenmäßig, sondern auch qualitativ größer geworden. Nach welchen Kriterien ist man dabei vorgegangen?

In der Rückrunde war unser Kader durch Abgänge im Winter und zahlreiche Langzeitverletzte wie Nico Beckmann und Marc-André Lange schon sehr schmal aufgestellt. Wir haben Wert bei der Zusammenstellung der aktuellen Mannschaft darauf gelegt, dass uns die neuen Leute auch qualitativ weiterbringen. Und ich bin überzeugt, dass sie nicht nur sportlich zu uns passen. Ich denke, dass uns zum Beispiel das Trio Manuel Huff, Julian Gawenda und Mike David vom SuS Langscheid/Enkhausen mit viel Erfahrung aus der Westfalenliga weiter bringen. Doch es steht aber auch fest, dass alle in unserer Mannschaft die gleichen Chancen haben zu spielen – da gibt es keine Rangliste.

Gibt es in der kommenden Saison etwas, vor dem Sie Angst haben?

Ich habe beim Fußball vor gar nichts Angst. Niederlagen sind sicherlich ärgerlich, aber keineswegs so schlimm wie Verletzungen. Ich hoffe, dass meine Mannschaft davon verschont bleibt.

Gibt es für Sie das perfekte Spiel?

Ja, das gibt es schon. Und zwar dann, wenn man nach dem Schlusspfiff vom Platz geht und sagt: „Das hat Spaß gemacht, das war richtig geil!“ Ein gutes Spiel ist, wenn meine Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute schnell spielt, ballsicher ist und viele Kontakte hat. Und wenn sie zügig den Torabschluss sucht. Aber ein perfektes Spiel ist noch lange kein Grund, sich darauf auszuruhen – wir wollen uns in jeder Partie verbessern.

Zum Schluss die Frage nach den Mitbewerbern in der Landesliga 2. Wie schätzen Sie die Konkurrenz ein?

Ich denke, dass ist eine richtig interessante Liga. Die wird viel Spaß machen, und wir haben vor keinem Gegner Angst. Aber ich denke, dass der SV Hohenlimburg nicht nur aufgrund der starken Neuzugänge wie Rödel oder Burgio über den Dingen stehen wird. Auch Borussia Dröschede wird wieder oben zu finden sein.