Kampfgeist und Spielstärke bescheren Titelglück

Westfalenmeisterinnen unter sich: Die Mendenerin Gertrud Potocnik-Hoffmann (rechts) konnte sich in der Seniorenklasse 55 durchsetzen und erhielt dafür eine rote Rose und einen schmucken Pokal.
Westfalenmeisterinnen unter sich: Die Mendenerin Gertrud Potocnik-Hoffmann (rechts) konnte sich in der Seniorenklasse 55 durchsetzen und erhielt dafür eine rote Rose und einen schmucken Pokal.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Gertrud Potocnik-Hoffmann vom TC Menden bewann bei den Westfalenmeisterschaften in Werne den Seniorinnen-55-Titel.

Menden..  Wer Neuland betritt, der darf manchmal unerwartete Erfolge feiern. Für Gertrud Potocnik-Hoffmann war diese Weisheit Programm. Denn die routinierte Tennis-Spielerin des TC Menden beendete die westfälischen Senioren-Meisterschaften in Werne mit dem Titelgewinn in der Klasse 55.

„Das war für mich eine ganz neue Erfahrung“, sagt die spielstarke Hönnestädterin und berichtet, dass sie bis dato nur Medenspiele bestritten und um Turniere eigentlich stets einen großen Bogen gemacht habe. „Ich konnte also völlig unbedarft an die Sache heran gehen – und man sieht, es hat sich für mich als ungesetzte Spielerin durchaus gelohnt.“ Die Freude über den großen Erfolg in Werne, aber auch der Stolz über die eigene Leistung auf unbekanntem Terrain schwingt dabei mit jeder Silbe mit.

Gertrud Potocnik-Hoffmann erzählt, dass die Teilnahme an einem solchen Turnier schon eine besondere Belastung sei. Die tägliche Anreise, die Anspannung bei den Partien selbst – das alles sei doch recht ungewohnt gewesen. „Vier Spiele an vier Tagen – das ist physisch und psychisch viel anstrengender als ein Medenspiel.“ Die Mendenerin macht aber auch deutlich, dass sie froh darüber war, dass man ihr bei den Ansetzungen entgegen gekommen sei. „Denn eigentlich sollte ja schon ab mittags gespielt werden“, so die Hönnestädterin, die tagsüber als Lehrerin an der Gesamtschule Fröndenberg unterrichtet.

Die TCM-Senioren bedankte sich für das Entgegenkommen mit guten Turnierleistungen. So gelang mit dem 6:1 und 6:2 gegen Susanne Skorepa vom TuS Ferndorf ein optimaler Einstieg. Tags darauf musste Gertrud Potocnik-Hoffmann gegen die an Nummer zwei gesetzte Sabine Block (Schwarz-Weiß Marl) drei umkämpfte Sätze mit zwei Tiebreaks bestreiten, um sich mit 7:6, 0:6 und 11:9 durchsetzen zu können. Es folgte im Halbfinale ein recht souveränes 6:4, 6:2 gegen Jutta Brandt vom TC Herford.

Den krönenden Abschluss gab es im Endspiel gegen Brigitte Hoppe (Hagener TC Blau-Gold). „Ich fühlte mich wohl auf dem Platz“, so die Mendenerin, die den ersten Satz mit 6:1 gewann und danach mit 3:2 in Führung lag. „Leider hat meine Gegnerin aufgegeben – wegen einer Erkältung konnte sie nicht weiter spielen.“ Gertrud Potocnik-Hoffmann hätte gern auch diese Partie zu Ende gespielt. Letztlich aber überwog die Freude über den Gewinn des Westfalentitels. Und der Stolz, eine Herausforderung gemeistert zu haben, der sich die so erfolgreiche TCM-Seniorin bislang noch nicht gestellt hatte.