Kampfgeist beschert Auswärtssieg

Christian Schedalke und DJK Bösperde konnten in Netphen endlich einmal punkten – und damit den zweiten Platz in der Bezirksliga 6 festigen.
Christian Schedalke und DJK Bösperde konnten in Netphen endlich einmal punkten – und damit den zweiten Platz in der Bezirksliga 6 festigen.
Foto: Tobias Schad

Menden..  Wenn wichtige Kräfte wegen Krankheit ausfallen, darf nicht all zu viel erwartet werden. Für die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen und Bezirksligist TV Menden-Schwitten II war diese Weisheit am Wochenende Programm. Während beide Teams Niederlagen erleiden mussten, lief es für die DJK Bösperde weitaus erfolgreicher.

Damen-Verbandsliga 2: TV Germania Kaiserau - HSG Menden-Lendringsen II 29:24 (17:13). Diese Niederlage kam nicht unerwartet, zumal das heimische Kellerkind stark ersatzgeschwächt anreisen musste. So fehlten mit Kathrin von Estorff und Sina Schmidt (beide erkrankt) zwei wichtige Kräfte, außerdem ging Nina Julius angeschlagen in diese Partie. „Trotzdem war für uns mehr drin“, sagte HSG-Trainerin Heike Kamp und attestierte ihrer Mannschaft eine gute Leistung. „Wir hatten einige Chancen ausgelassen – unter anderem vier Siebenmeter.“ So gestalteten die Gäste die erste Halbzeit recht offen, ohne jedoch selbst in Führung gehen zu können. Nach der Pause machten sich aber die personellen Nachteile kräftemäßig bemerkbar, und Kaiserau konnte sich entscheidend absetzen.

HSG Menden-Lendringsen II: Spiekermann, Michel; Verena Ziegenhirt, Wilhelm, Prenger, Rohländer, Vogel, Marlene Ziegenhirt, Novak, Migat.

Bezirksliga 6: TVE Netphen II - DJK Bösperde 25:27 (14:12). Christian Schedalke sprach nach der Partie von einem „Kampf-Sieg“ – bei einem Gegner, der den Bösperdern überhaupt nicht zu liegen scheint. „Aber diesmal konnten wir es anders gestalten“, erinnerte der DJK-Coach an die zurückliegenden Vergleiche mit den Siegerländern, die allesamt verloren gegangen waren. Dass Bösperde nun aber die Nase vorn behalten sollte, hatte Gründe. So schirmte man die beiden Netphener Topspielerinnen ab – und hatte mit dieser taktischen Maßnahme letztlich Erfolg. Dabei holten die Gäste nach der Pause auch einen Vier-Tore-Rückstand auf und konnten mit viel Einsatz das Spiel drehen. „Wir haben einige Bälle abgefangen – die daraus resultierenden Tempogegenstöße waren zumeist erfolgreich“, so Schedalke.

DJK Bösperde: Maren Seeling; Hellwig, Stenk, Sparenberg, Daus, Kickermann, Witthaut, Einacker, Ilchmann, Palczewski, Zander.

TuS Ferndorf - TV Menden-Schwitten II 43:17 (20:7). Das Vorhaben, beim Tabellenführer das Beste zu geben, klappte zehn Minuten recht gut. Doch dann machten sich die dünne Spielerdecke zunehmend bemerkbar. Zudem konnten Sabine Kreuz (Knie) und Sabrina Scholz (Knöchel) nach Verletzungen nur noch sporadisch mitwirken, so dass das ohnehin kleine Team zusätzlich geschwächt wurde. Ferndorf nutzte dies eiskalt aus, war den Gästen konditionell wie auch körperlich überlegen und drückte aufs Tempo. Weil zudem die Rückraumspielerinnen des TuS immer wieder zu Torerfolgen kamen und der TVS in zahlreiche Konter lief, steuerte die Partie einem sehr hohen Resultat entgegen.

TV Schwitten II: Püllen; Veronika Manthey, Müller, Rüschenbaum, Kreutz, Oelenberg, Scholz, Meyer.