Julia und Kati Wiemann sind für Schwitten-Schnitten der "Sister act"
15.11.2009 | 21:24 Uhr 2009-11-15T21:24:00+0100
Menden. „Sister act” in der Kreissporthalle. Julia und Kati Wiemann führten am Samstag die Regionalliga-Handballerinnen des TV Menden-Schwitten zum zweiten Saisonsieg. Die Schwestern steuerten 17 Tore zum 36:28 (19:17)-Erfolg über die Zweitvertretung von Bayer Leverkusen bei.
Jetzt sieht der Alltag in der dritten Liga für die heimischen Ballwerferinnen wieder etwas freundlicher aus. Eine weitere Niederlage hätte die Selbstzweifel im Schwittener Lager größer werden lassen. „Dann wäre ich auch mit meinen Latein am Ende gewesen”, war TVS-Coach Mike Kowalski die Erleichterung deutlich anzumerken.
„Die Mannschaft hat sehr gut gespielt. Endlich haben sie mal Verantwortung übernommen”, resümierte der Trainer. Eine Aussage, die am Ende nicht nur für die beiden Damen aus dem Hause Wiemann galt.
Die Kowalski-Sieben übernahm gleich von Beginn an die Iniative in der Kreissporthalle. Defensiv griff man konsequent zu. Vor allem Mareike Berk zeigte ihren Mitspielerinnen, wie in der Regionalliga gearbeitet werden muss. In der Offensive suchte man zielstrebig den Abschluss. Bereits nach 15 Minuten konnte man sehen, wohin die Reise ging. Die beeindruckende Julia Wiemann traf zum 10:6. Der erstmalige Vier-Tore-Vorsprung sollte weitere Sicherheit geben.
Die Gäste zeigten sich beeindruckt. Zwar gab es einige sehenswerte Spielzüge, doch im Abschluss wurde der Unterschied deutlich. Entweder scheiterte man an TVS-Torfrau Nadine Truppat oder ließ Chancen — zum Schwittener Glück — leichtfertig liegen.
Dass der TVS zum Ende der ersten Halbzeit noch einmal in Bedrängnis kam, lag aber nicht an den Gästen. Denn auf einmal flatterten im Lager der Kowalski-Damen ein wenig die Nerven. Zum Glück konnte man einen Zwei-Tore Vorsprung mit in die Halbzeitpause nehmen.
Nach dem Seitenwechsel schienen die Gäste den besseren Start zu haben. Leverkusens Leonie Steuck glich innerhalb von 90 Sekunden zum 19:19 aus. Das sollte es dann aber auch für die Gäste gewesen sein. Die TVS-Damen drehten dann gewaltig auf und zogen bis zur 48. Minute auf 29:22 davon. Die Partie sollte damit entschieden sein.
In der restlichen Spielzeit beschäftigten sich die Gäste nur noch mit den Entscheidungen der Schiedsrichter. Die heimischen Damen indes hatten keine Mühe, den zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach zu bringen und damit ihre Tauglichkeit für die Regionalliga zu belegen.
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