Hubert Roland lässt seine Arbeit gern mit Füßen treten

Menden..  Seine Arbeit wird eigentlich stets mit Füßen getreten. Das sorgt bei Hubert Roland allerdings für keinen Verdruß. Der 62-jährige Hönnestädter freut sich vielmehr darüber, wenn die Fußballer des BSV Menden auf optimalen Arbeitsflächen ihren Sport nachgehen können. Roland ist Platzwart im Mendener Huckenohl-Stadion.

Und da ist er nicht nur für die beiden Spielflächen am Oesberner Weg verantwortlich. Hubert Roland sorgt dafür, dass das Stadion durchaus weiterhin als „Schmuckkästchen“ bezeichnet werden kann. Der Mendener hat die Verantwortung für das Huckenohl übernommen, seitdem die Stadt die Pflege an den BSV Menden abgegeben hat.

„Ich liebe meine Arbeit“, sagt Roland und es ist deutlich die Begeisterung zu hören, wenn sein Blick durch das Rund des Huckenohl-Stadions schweift. Und die kann man durchaus als eine Vollzeit-Beschäftigung sehen. „Ich bin fast jeden Tag da“, so der BSV-Platzwart mit gewissem Stolz.

Chef im Huckenohl

Beim BSV Menden weiß man die Arbeit des Hönnestädters zu schätzen. „Er ist der Chef des Huckenohls. Ohne ihn wäre die Anlage nicht in einem so guten Zustand“, sagt BSV-Geschäftsführer Rainer Matusczyk. Auch außerhalb von Menden weiß man um den Zustand des Huckenohl-Rasens. So lobte die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund vor zwei Jahren anlässlich eines Testspiels den tollen Zustand des „Grüns“. „Die waren richtig begeistert“, erinnert sich Rainer Matusczyk.

Aber es sind ja nicht nur die Arbeiten am Rasen – der Job im Huckenohl bringt ja auch noch weitere Tätigkeiten mit sich, wie das Sauberhalten der Wege oder Laub- und Pflasterarbeiten. „Wir sind hier eine große Familie. Und ich bin mit sehr viel Herzblut dabei“, freut sich Hubert Roland über die vielen anerkennenden Worte aus dem Verein.

Sein Wort ist Gesetz

„Was er sagt, wird auch getan. Wenn er den Platz sperrt, bleibt er gesperrt“, so Rainer Matusczyk. Die Anweisungen des Platzwartes sind somit „Gesetz“ im Huckenohl. Der Respekt der Sportler macht ihn schon ein wenig verlegen. „Ich bekomme aber auch viel Unterstützung. Leute wie Franz-Josef Stein haben mir immer geholfen, wenn es nötig war“, rückt der „Huckenohl-Chef“ auch andere stille Helfer in den Blickpunkt.

Eine Geschichte, die zeigt, dass der Sport ohne die Macher im Hintergrund ein großes Stück ärmer wäre.