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Sauerland-Cup

HTV-Youngster verpassen die große Sensation

08.01.2012 | 21:50 Uhr
HTV-Youngster verpassen die große Sensation
Der TV Großwallstadt sicherte sich zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte des Turniers den Gesamtsieg beim Sauerland-Cup. Foto: Martina Dinslage

Menden.Das Feuerwerk, das Gastgeber HSG Menden-Lendringsen nach dem letzten der 242 Spiele am Sonntagabend hinter Kreissporthalle abbrennen ließ, hatte einfach Symbolcharakter.

80 Nachwuchsteams aus dem weiblichen und männlichen A-Jugendbereich sorgten beim 22. Sauerland-Cup der HSG Menden-Lendringsen zwei Tage lang für viel Esprit, leidenschaftlichen Handball und ein hochklassiges Niveau.

Turnierchef Jörg von Estorff war auch mächtig stolz auf das wieder einmal perfekt gelaufene Turnier, das am gestrigen Finalnachmittag über 1000 Zuschauer in die Kreissporthalle gelockt hatte. „Die Resonanz war überwältigend, die Leistungen top“, sagte der HSG-Organisator. „Unser großes Plus ist und bleibt, dass wir ein sympathischer Gastgeber sind.“

Eine Premiere gab es beim Gesamtsieger: Der TV Großwallstadt nahm den großen Pott erstmals mit nach Unterfranken.

Die feierte auch Bob Hanning, Trainer der männlichen A-Jugend der SG Spandau/Füchse Berlin, der gegen den letztjährigen Sieger TSV Burgdorf diesmal deutlich triumphierte (19:12) . „Wir sind mit einer Niederlage gestartet, durch viele Täler gegangen“, sagte Hanning. „Aber wenn es darauf ankommt, dann ist meine Mannschaft sehr endspielerprobt.“

Die Hannoveraner hatten dem aktuellen deutschen Meister nur zu Beginn etwas entgegen zu setzen, und Trainer Carsten Schröter gratulierte auch fair: „Berlin hat verdient gewonnen. Dass wir überhaupt ins Endspiel gekommen sind, war bei der Belastung am Wochenende schon erstaunlich.“ Immerhin musste der TSV am Freitag noch das Bundesliga-Meisterschaftsspiel gegen Gastgeber HSG bestreiten.

Überaus glücklich war Christian Plesser, der nach 2010 zum zweiten Mal mit einer männlichen B-Jugend des TV Großwallstadt die jüngere Altersklasse gewann. „Dieser Sieg in der Heimat ist einfach nur geil“, sagte der gebürtige Dortmunder. Allerdings war der HTV Sundwig-Westig ein ebenbürtiger Gegner, der einen zwischenzeitlichen 4:8-Rückstand wettgemacht hatte. Die Hemeraner hatten ein ganz hervorragendes Turnier gespielt, und Trainer Alfred Klein war trotz der 15:16-Niederlage sehr zufrieden. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe, wir haben uns so teuer wie möglich verkauft.“

Zur Neuauflage des Finals von 2011 kam es bei der weiblichen Jugend A. Und auch diesmal schien Bayer Leverkusen im Regionalligaduell gegen Borussia Dortmund die Oberhand behalten zu können. Bayer führte schon 7:2, ehe der BVB zur Aufholjagd startete und noch mit 14:12 gewann. „Kämpfen konnte diese Mannschaft schon immer“, sagte Matthias Bargel, der Dortmunds Cheftrainerin Zuzanna Porvaznikova vertrat.

Für einen Farbtupfer sorgte schließlich die HSG Baden-stedt bei der weiblichen B-Jugend, die den hoch gehandelten Titelverteidiger Frankfurter HC mit 11:9 besiegte. „Für mich kam das aber nicht überraschend“, sagte Trainerin Heike Krüger. „Wir wissen, dass wir gut Handball spielen können. Für uns war das ein vorweggenommenes Highlight, jetzt möchten wir aber auch noch zum Final-Four-Turnier. Deshalb es war wichtig, dass wir solche Gegner wie hier in Menden haben.“

Dass das Niveau bei den Mädchen wieder deutlich gestiegen ist, erfreute auch den Gastgeber. „Das war höher als in den Vorjahren, auch wenn ich die eine oder andere Mannschaft wie zum Beispiel Bad Wildungen weiter vorne erwartet hätte“, resümierte Jörg von Estorff.

Franz Schoo

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