HSG steht bei Hagenern stets im Blickpunkt

Thorsten Lommel (beim Wurf) und die HSG Menden-Lendringsen wollen in Hagen zurück in die Erfolgsspur finden.
Thorsten Lommel (beim Wurf) und die HSG Menden-Lendringsen wollen in Hagen zurück in die Erfolgsspur finden.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Handball-Oberligist HSG Menden-Lendringsen setzt am Samstag die Saison bei VfL Eintracht Hagen II fort – und will in die Erfolgsspur zurückfinden.

Menden..  Die Zielsetzung für die letzten Saisonpartien ist klar. Handball-Oberligist HSG Menden-Lendringsen möchte die Spielzeit 2014/15 zu einem positiven Ende bringen und noch so viele Punkte wie möglich auf dem Konto verbuchen. Was liegt also näher, als am Samstag einen erfolgreichen Auftritt bei VfL Eintracht Hagen II zu erwarten?

„Wir wollen es zumindest versuchen“, sagt Trainer Micky Reiners und verhehlt dabei jedoch nicht, dass er mit einem gewissen Unbehagen in diese Partie geht – Spielbeginn in der Hagener Soporthalle Mittelstadt iost um 17.30 Uhr.

Dabei spielt sicherlich nicht nur der Umstand eine Rolle, dass in der Vergangenheit Duelle mit den Hagenern stets unter besonderen Aspekten stattfanden, abgesehen von der vorhandenen Rivalität gab es durchweg enge Partien – wie zum Beispiel das Hinspiel im Walram, als die HSG eine komfortable Führung aus der Hand gab und sich am Ende mit einem ernüchternden 22:22 begnügen musste. „Eine gefühlte Niederlage“, denkt Reiners nicht gern an jenes Match, bei dem unter anderem der Mendener Clemens Dundalek als überragender VfL-Keeper einen maßgeblichen Part spielte.

Ob Dundalek, der ja eigentlich nicht zum Kader der VfL-Zweiten gehört und damals nur der personellen Not folgend zwischen die Pfosten rückte, spielt, ist nicht geklärt. Sicher ist aber, dass gerade die Hagener bestens auf die Gäste aus der Nachbarschaft eingestellt sein müssten. „Die werden uns ganz genau studiert haben“, weiß Micky Reiners, dass man Woche für Woche unter Beobachtung steht – die Tatsache, dass Hagens nächster Gegner zuvor meistens gegen die HSG gespielt hat, weckt halt besonderes Interesse. „Die werden sich also mindestens 15 Partien mit uns angeschaut haben, also auch das Video vom Spenge-Spiel – die kennen uns ganz genau“, so Reiners.

Da konnte man zum Beispiel sehen, warum die HSG gegen Spenge mit 28:32 verloren hat. „Eigentlich war das ja gar nicht so schlecht“, wirft Reiners noch einmal den Blick in den Rückspiegel. „Man kann den Jungs nur vorwerfen, dass sie die Tore nicht gemacht haben. Wille und Einsatz haben gestimmt, und auch Chancen hatten wir genug, leider haben wir die nicht immer genutzt.“

Somit steht die Vorgabe für die Fahrt nach Hagen. „Wir wollen es diesmal besser machen und nach Möglichkeit gewinnen“, lautet die Zielsetzung für ein Duell mit bekannten Gastgebern, die den Verbleib im westfälischen Oberhaus so gut wie gesichert haben und somit befreit aufspielen können. „Ich denke, dass wir auch deshalb ein tolles Spiel erleben“. so Reiners.