HSG setzt auf junge Spieler mit Perspektive
06.02.2012 | 21:26 Uhr 2012-02-06T21:26:00+0100
Menden.Die HSG Menden-Lendringsen beantwortet aufkommende Skepsis bezüglich der künftigen Spielerausstattung in der Handball-Oberliga mit Fakten. Am Montagabend wurden jene Spieler offiziell vorgestellt, die in der Saison 2012/13 die erste Mannschaft verstärken sollen.
Als Gerd Lange in die Runde fragte, wer welche Rückennummer bevorzugen würde, musste er doch etwas schlucken. Konnte der Männerspielwart der HSG und Betreuer des Oberliga-Teams noch im Fall von Kai Bekston die zum Saisonende frei werdende „14“ von Philipp Wittke problemlos vergeben, so ahnte er bei der von Ole Sasse bevorzugten „15“ durchaus Konfliktpotenzial. Ist doch Sebastian Loos bereits eine feste Größe mit eben jener Zahl. „Aber ich bin sicher, wir werden eine verträgliche Lösung finden“, hakte Lange diesen Fall als eher nebensächlich ab.
Viel wichtiger war die Erkenntnis, dass die HSG die Abgänge von sechs Akteuren gut ersetzen konnte. „Mit Leuten, wie wohl zu den anderen passen und die sich unter einander gut verstehen werden“, ist Trainer Björn Wißuwa davon überzeugt, gemeinsam mit Teammanager Stephan Giacuzzo die richtige Wahl getroffen zu haben.
So wurden die Torwartpositionen durch den 21-jährigen Kevin Peichert, der derzeit beim benachbarten Verbandsligisten TV Menden-Schwitten aktiv ist, und durch Ulf Hering (33) vom Landesligisten ASC 09 Dortmund neu besetzt. „Ich kenne die HSG ganz gut. Und ich sehe hier die Möglichkeiten, mit Talenten aus der Umgebung zu arbeiten“, nannte Peichert Gründe für seine Zusage. Hering, 1997 deutscher A-Jugend-Vizemeister und mit acht Jugendländerspielen ausgestattet, hat unter anderem bei der HSG Schwerte-Westhofen und bei TuS Volmetal in der Oberliga gespielt. Er möchte in Menden eine neue Herausforderung finden.
Kai Bekston (21) indes wechselt vom Ligarivalen Teutonia Riemke in die Walram-Halle. „Die HSG hatte bei mir schon letztes Jahr angefragt, aber ich wollte Riemke nicht schon nach nur einem Jahr wieder verlassen“, so der baumlange Rückraumshooter.
Und auch Ole Sasse (21), aktuell bei Verbandsligist HSC Eintracht Recklinghausen aktiv, freut sich „auf eine junge Truppe mit guter Perspektive“. Ebenfalls aus Dortmund stammt der erst 18-jährige Jan Bonkowski, der mit der JSG HLZ Ahlen-Hamm in der A-Jugend-Oberliga an dritter Stelle liegt. Er ist „froh, einen guten Verein in erreichbarer Nähe“ gefunden zu haben.
„Wir haben die Fluktuation so nicht unbedingt erwartet“, spielte Manager Stephan Giacuzzo noch einmal auf die Fortgänge von gestandenen Leistungsträgern zum Ende der laufenden Saison an und stellte fest: „Wir mussten handeln, das haben wir getan.“ Mit dem Resultat, dass künftig fünf Akteure bereit stehen, zu Stammkräften des heimischen Oberligisten zu reifen – wie es bereits Ansgar Heunemann, Sebastian Loos oder Marcel Vogler gelungen ist. „Wir haben Leute gesucht, die variabel einsetzbar sind, und das ist bei Bekston, Sasse und Bonkowski der Fall“, so Börn Wißuwa.
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