HSG feiert 33:23-Gala nach 18:20-Rückstand

Starker Auftritt in der zweiten Halbzeit: Sebastian Loos glänzte mit Treffern von Außen und bei Tempogegenstößen. Am Encde durfte auch er sich über einen deutlichen 33:23-Erfolg freuen.
Starker Auftritt in der zweiten Halbzeit: Sebastian Loos glänzte mit Treffern von Außen und bei Tempogegenstößen. Am Encde durfte auch er sich über einen deutlichen 33:23-Erfolg freuen.
Foto: Tobias Schad

Hagen..  Es waren von großer Freude und Anerkennung geprägte Augenblicke nach Spielschluss. Die Oberliga-Handballer der HSG Menden-Lendringsen gratulierten sich nach dem 33:22 (11:11) bei VfL Eintracht Hagen II gegenseitig zum verdienten Sieg und ließen sich von der mitgereisten Anhängerschaft feiern.

Auch Micky Reiners strahlte bis über beide Ohren. Denn dem HSG-Trainer hatte es deutlich sichtbar gefallen, was seine Akteure auf das Parkett gelegt hatten. „Dass wir am Ende mit zehn Toren Unterschied gewinnen, ist vielleicht etwas zu hoch – aber schön ist es trotzdem“, sagte Reiners mit einem breiten Grinsen, das vor allen Dingen höchste Zufriedenheit über einen starken Auftritt vermittelte.

Reiners durfte in der Tat mit der Leistung seiner Mannschaft überaus zufrieden sein. „Denn das ist ja das Schöne bei dieser jungen Truppe – die wollen Tore schießen und machen einfach weiter“, lobte der HSG-Coach. Dabei dachte Reiners natürlich an die entscheidenden Momente Mitte der zweiten Habzeit, als seine Handballer eine bis dahin knappe und umkämpfte Partie zu ihren Gunsten drehten und dabei mit einer nicht mehr erwarteten Konsequenz beeindruckten.

So war es Toni Mrcela, der seine Fahrkartenserie in der ersten Hälfte offenbar weggesteckt hatte und mit seinem zweiten von insgesamt sechs Tagestoren den 19:20-Anschluss erzielte (47.). Auch Sebastian Loos zeigte eine tolle Halbzeit – nicht nur weil er sein Team mit den Treffern zum 17:17 (39.) und 18:18 (40.) im Spiel hielt, sondern weil er zudem von Außen zum 20:20 vollstreckte (43.) und direkt danach per Konter die Führung besorgte (44.).

Erfolgsgaranten

Ausgangspunkt jenes 21:20 war Keepertalent Rico Witt, der bereits nach 16 Minuten den blassen Kollegen Christopher Weber abgelöst hatte und mit zunehmender Dauer zum Erfolgsgaranten avancierte. „Er hat richtig klasse gehalten, auch das war für uns unheimlich wichtig“, freute sich Micky Reiners über die starke Leistungs des jungen Hönnestädters, der in der 55. Minute seinen Sahnetag krönte, als er den Gegenstoß von Jan Wilhelm klasse parierte – um direkt danach den 21. Treffer für Hagen durch den abstaubenden Alexandros Katsigiannis zulassen zu müssen.

Bis dahin jedoch hatte Menden-Lendringsen hatte einen furiosen Lauf hingelegt. Und weil es aus HSG-Sicht nun bereits 28:21 stand, geriet dieser Zwischenstand nur noch einer Episode einer Partie, in der die Gäste nicht nachließen und das Ergebnis in die Höhe trieben. Den Schlusspunkt setzte dann Kapitän Thorben Lommel mit seinem jubelten Treffer von Außen.

Wie eine Spitzenmannschaft

„Fast im Stil einer Spitzenmannschaft“, meinte Teambetreuer Gerd Lange anschließend. Auch der Lendringser war von der Deutlichkeit des Resultats überrascht. Zumal es danach über weite Strecken nicht ausgesehen hatte. Denn Hagen dominierte zunächst das Geschehen, profitierte dabei auch von der Qualität von Drittliga-Akteur Simon Ciupinski, der zu Beginn fast nach Belieben traf und zusammen mit Katsigiannis nach zehn Minuten auf 6:4 stellte. Menden-Lendringsen stellte diesem Duo dann jedoch Lommel und Loos entgegen, und auch dank dieser gesteigerten Aufmerksamkeit konnte die HSG verkürzen und bis zur Pause gleichziehen.

Es folgte jene kuriose zweite Halbzeit, in der nach dem 20:18 fast nur noch die Gäste treffen sollten.