Heikle Mission nach Spionagetour

Handball-Landesliga: TV Westfalia Halingen - HSG Schwerte/Westhofen 48:21 Robert Ammelt
Handball-Landesliga: TV Westfalia Halingen - HSG Schwerte/Westhofen 48:21 Robert Ammelt
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Am Freitag die Beobachtung von Primus Hohenlimburg, am Sonntag das Spiel in Soest – der TV Halingen ist am Wochenende mit heiklen Missionen befasst.

Halingen..  Keine Frage! Beim TV Halingen ist der Fokus bereits auf das Spitzenspiel gegen Tabellenführer HSG Hohenlimburg am Samstag, 28. Februar, gerichtet. Deshalb ist nur folgerichtig, dass dieses mit großer Spannung erwartete Kräftemessen schon jetzt die Aktivitäten des heimischen Handball-Landesligisten prägt.

„Wir wollen dem Spitzenreiter auf Augenhöhe begegnen. Und das geht am besten, wenn wir bis zu diesem Topspiel ungeschlagen bleiben“, sagt Christoph Gutzeit. Der Trainer des heimischen Titelanwärters stellt somit Weichen für den TVH-Auftritt am Sonntagabend bei der Zweitvertretung des Soester TV (18 Uhr). „Es wäre unheimlich wichtig, wenn wir auch dieses Spiel gewinnen könnten.“

Vorher jedoch steht für die Halinger eine ganz spezielle Mission an. Denn Hohenlimburg erfüllt die Pflicht des 17. Spieltags bereits an diesem Freitag, die Partie in der heimischen Rundturnhalle gegen die HSG Lüdenscheid beginnt um 20.30 Uhr. „Da werden wir natürlich auf der Tribüne sitzen und genau verfolgen, wie Hohenlimburg dieses Spiel bestreitet.“

Der Halinger gesteht in diesem Zusammenhang eine gewisse Abergläubigkeit. Und Gutzeit erzählt, dass er bereits in der Hinrunde auf Beobachtungstour gewesen sei. „Ich war damals in Lüdenscheid, als Hohenlimburg dort zu Gast war – eine Woche später haben wir dann gewonnen.“

Dass zuvor ein hartes Match in Soest bestritten werden muss, ist den Halingern sehr wohl bewusst. „Wir müssen uns auf ein richtig heikles Dingen einstellen“, weiß Gutzeit um die Stärken der Gastgeber, gegen man sich in der Vergangenheit stets sehr schwer getan hat. „Im Hinspiel hat Soest uns alles abverlangt, nur mit hohem Aufwand und mit viel Glück konnten wir uns knapp durchsetzen“, so Gutzeit – der Werdegang des knappen 37:35 ist keineswegs vergessen.

„Wir müssen auch diesmal auf der Hut sein“, erinnert Gutzeit zudem an die 35:40-Pleite im April 2014, als man nicht nur vom Soester Tempospiel, sondern auch von unkonventionellen Deckungsvarianten wie einer offenen Manndeckung über lange Phasen hinweg überrascht wurde. „Das war unsere letzte Niederlage – seit 17 Spielen sind wir nun ungeschlagen“, hofft Gutzeit, dass am Sonntag auch diese alte Rechnung beglichen werden kann – um eine Woche später dem Rivalen aus Hohenlimburg auf Augenhöhe begegnen zu können.