Heber von Ann-Kathrin Stratmann zur 17:15-Führung macht Weg frei

Steuerte drei Tore zum mühsamen, letztlich aber verdienten 34:21-Sieg bei: Lisa Gerbe (beim Wurf) und die Oberliga-Damen der HSG Menden-Lendringsen setzten sich erst ab Mitte der zweiten Halbzeit deutlich ab.
Steuerte drei Tore zum mühsamen, letztlich aber verdienten 34:21-Sieg bei: Lisa Gerbe (beim Wurf) und die Oberliga-Damen der HSG Menden-Lendringsen setzten sich erst ab Mitte der zweiten Halbzeit deutlich ab.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Das Drehbuch bei Heimspielen der Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen sieht in dieser Saison immer das gleiche Ende vor: Der Gegner fährt mit einer deutlichen Packung nach Hause. Am Samstag wurde der Königsborner SV vom heimischen Titelkandidaten mit 34:21 (13:13) abgefertigt.

Menden..  Doch irgendwie war es diesmal ein wenig anders. Denn die HSG-Damen holten erst in den letzten 15 Minuten der Partie mit einer Serie von 12:4 Toren den achten Heimsieg mit über 30 erzielten Treffern heraus. „Wir haben heute sehr lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen. 13 Tore zur Halbzeit geht eigentlich gar nicht. Doch in der zweiten Hälfte war das in Ordnung. In den Schlussphase hat man gesehen, was über 60 Minuten möglich war“, resümierte HSG-Trainer Jörg von Estorff nach der Schlusssirene. Das gestrige Nachholspiel gegen LIT Handball Nordhemmern (29:17) dürfte vermutlich das Engagement der heimischen Damen zudem ein wenig gebremst haben.

Jörg von Estorff fand aber eine andere Ursache für den zähen Verlauf. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht so fokussiert wie zuletzt gegen Schwitten. Königsborn spielt außerdem gegen den Abstieg und hat uns nichts geschenkt“, so der HSG-Trainer. In der Tat quälte sich seine Mannschaft mehr recht als schlecht in die Partie und machte es den engagiert auftreten Gästen zum Teil einfach. „Wir haben zu einfache Tore vom Kreis bekommen. Aber das war im Hinspiel ja ähnlich “, so der Pädagoge. Deshalb konnte sich seine Mannschaft in der ersten Halbzeit nie entscheidend absetzen – das magere 13:13 zur Pause dokumentierte dieses.

Auch im zweiten Spielabschnitt fehlten der HSG zunächst die notwendigen Ideen. Erst als Geburtskind Ann-Kathrin Stratmann mit einem feinen Heber das 17:15 für ihr Team erzielte (39.), begann sich die Partie zu drehen. Denn anschließend warfen Lisa Neuhaus und Kathrin Baer und erneut Stratmann erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung heraus – 21:17 (42.). Danach wurde es einseitig, denn die HSG-Damen zogen das Tempo deutlich an und ließen dem Gegner keine Chance mehr.

Ihren Anteil am klaren Sieg hatte auch die eingewechselte Torfrau Karen Jaschewski. Sie sorgte mit einigen guten Paraden dafür, dass der Sieg dann richtig deutlich wurde. „Das freut mich für sie“, lobte von Jörg von Estorff seine Keeperin.

HSG Menden-Lendringsen: Ebel, Jaschewski; Stratmann (8), Baer (6/3), Neuhaus (5), Benden (5), Gerbe (3), Fastnacht (2), Meyer (2), Albrecht (1), Kneller (1), Köck (1), Seehagen.