Harte Schläge machen den Weg ins Finale frei

Harte Schläge und aggressiver Kampfstil: Viktor Bruch (rechts) vom SV Menden setzte sich gegen den Kölner Elsit Mati verdient als Punktsieger durch.
Harte Schläge und aggressiver Kampfstil: Viktor Bruch (rechts) vom SV Menden setzte sich gegen den Kölner Elsit Mati verdient als Punktsieger durch.
Foto: WP

Menden..  Der SV Menden und speziell die Boxsport-Abteilung haben zwei ganz heiße Eisen im Feuer. Denn Viktor Bruch wie auch Kerem Atik steigen am kommenden Sonntag in Velbert bei den Finalkämpfen um die jeweilige NRW-Meisterschaft in den Ring.

„Beide haben es geschafft“, sagte Norbert Beschorner und freute sich über den großen Erfolg der beiden Boxer. „Denn allein die Tatsache, dass sie dabei sein dürfen, ist schon eine tolle Sache.“ Gegen wen Bruch und Atik jedoch antreten müssen, das ergibt sich erst nach dem zweiten Halbfinaltag, der am Samstag ebenfalls in Velbert stattfinden wird. „Ich bin aber guter Dinge, dass unsere Kämpfer sich durchsetzen werden – auch wenn sie ihre Gegner noch nicht kenn“, so Beschorner.

Wie gut das SVM-Duo derzeit drauf ist, konnten die Experten beim ersten Halbfinale in Aachen feststellen. Wie berichtet, konnten Bruch und Atik ihre Kämpfe gewinnen und damit das Ticket nach Velbert buchen.

An der Waage 600 Gramm zu schwer

Viktor Bruch hatte es Mittelgewicht gegen Elsit Mati vom SC Colonia 06 Köln allerdings nicht leicht, zumal er an der Wagge ein Übergewicht von 600 Gramm abspecken musste – bei dem großen und hageren jungen Mann kein einfaches Unterfangen, über kurz oder lang wird der Mendener ins Halbschwergewicht wechseln müssen.

Trotzdem schaffte Bruch die Qualifikation für seinen Kampf, musste aber in Runde drei dem Substanzverlust Tribut zollen. Der Gegner erwies sich als Wühler, der jedoch bereits in Runde eins wegen einer unsauberen Kampfführung verwarnt wurde. Bruch boxte klug weiter und konnte die Punktrichter auch dank seines aggressiven Stils überzeugen. Damit war für den jungen Hönne-städter der Weg ins NRW-Finale frei.

Punktsieger nach intensivem Kampf

Der für den SVM boxende Kerem Atik aus Iserlohn lieferte im Schwergewicht gegen Orkum Ülker (Mülheim-Dümpten) eine seiner mittlerweile bekannten Materialschlachten. Dabei zwang Atik den unsauber kämpfenden Rivalen mit platzierten und harten Schlägen in die Niederlage – nach drei intensiven Runden stand der sympathische Türke als klarer Punktsieger fest.

Einen Lapsus gab es jedoch bei der Urteilsverkündung. Denn fälschlicherweise wurde Ülker als Sieger ausgerufen, und der hatte bereits eine Muskeln für die Siegerpose angespannt. Klar, dass dadurch bei beiden Kämpfen noch einmal Emotionen geweckt wurde. Allerdings wurde das Urteil noch im Ring revidiert und Kerem Atik zum verdienten Gewinner erklärt.