Handballer-Herz trotzt Regenwolken

Derby beim 66. Kreisjugendtag in Sundern: Die C-Mädchen von JSG Bösperde-Halingen (weiße Trikots) wehrten sich gegen die JSG Menden Sauerland nach besten Kräften.
Derby beim 66. Kreisjugendtag in Sundern: Die C-Mädchen von JSG Bösperde-Halingen (weiße Trikots) wehrten sich gegen die JSG Menden Sauerland nach besten Kräften.
Foto: Mark Sonneborn

Sundern/Menden..  Ein Wechselbad der Gefühle – so lässt sich der Kreisjugendtag des Handball-Kreises Iserlohn-Arnsberg wohl auf den Punkt bringen. Stets den Blick gen Himmel gerichtet, verbunden mit einer prägenden Frage: Regnet es oder bleibt es trocken? Und um es vorweg zu nehmen: Es blieb trocken – bis auf einen kleinen Sprühregen am Samstag blieb bei leeren Drohungen der dunklen Wolken.

Die Organisatoren aus den Reihen des HV Sundern machten am Wochenende das Beste aus der unsicheren Wetterlage und stellten im Röhrtal-Stadion an zwei Tagen eine Handball-Veranstaltung auf die Beine, die keine Wünsche offen ließ und die zumindest drei Vertreter vom heimischen Handball-Kreis zufrieden stellen sollte.

„Es ist alles sehr gut gelaufen, wir haben das Wochenende gut über die Runden gebracht“, sagte die Vorsitzende des Kreisjugendausschusses, Gundula Bembom-Schoof und zog zusammen mit Lehrwart Jürgen Risse und Mädelwart Philipp Strotkötter nach zwei anstrengenden Tagen eine zufrieden stellende Bilanz. „Wir hatten am Samstag die Befürchtung, dass wir abbrechen müssen. Aber pünktlich um 10 Uhr hörte es auf zu regnen“, resümierte die Funktionärin aus den Reihen des TV Halingen. „Wenn es zu doll regnet, machen wir so etwas nicht. Denn wir wollen nicht, dass sich die Kinder vor den Ferien noch verletzen, und so ein Kunstrasen wird sehr schnell rutschig“, machte Gundula Bembon-Schoof deutlich und fügte hinzu: „Die Kinder finden dieses Turnier toll.“

Lob für Gastgeber HV Sundern

Die Halingerin verwies zwar darauf, dass bei der D-Jugend der HTV Sundwig-Westig sicherlich favorisiert sei. „Aber auf Kunstrasen ist das ja doch noch was anderes. In den übrigen Jugenden waren die Stärken gut gemischt“, so die Jugendchefin des Handball-Kreises.

„Man kann Sundern nur beglückwünschen – Organisation und Verpflegung waren top, es gab keine Defizite“, bestätigte Lehrwart Jürgen Risse. Dem pflichtete auch Uwe Stoppelkamp vom HV Sundern bei: „Es lief wirklich hervorragend. Eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Und der Mädelwart fügte hinzu: „Wir hatten rund 100 Helfer im Einsatz, und die haben für den reibungslosen Ablauf gesorgt. Eltern, Spieler und Vorstand haben mit angepackt – wir haben mobilisiert, was wir hatten. Ohne geht es aber auch nicht.“

Für die Handball-Youngster aus der Hönnestadt, die in Sundern sowohl mit der JSG Bösperde-Halingen wie auch mit den „Wölfen“ von der JSG Menden Sauerland sehr zahlreich vertreten waren, erwies sich das Kunstgrün an der Hauptstraße in Sundern als ein gutes Pflaster. In diesem mit zwölf Mannschaften nicht nur quantitativ stark besetzten Turnier der männlichen C-Jugend gab es sogar einen Mendener Doppelsieg. So marschierten die „Wölfe“ durch, verwiesen den vermeintlichen Favoriten HTV Sundwig-Westig im Halbfinale mit 18:4 in die Schranken und setzte sich dann im Endspiel gegen Bös-perde-Halingen mit 17:4 durch. Gastgeber Sundern wurde Dritter.

Während die Sache für die „Wölfe“ eine klare Angelegenheit war, musste Bösperde-Halingen zweimal „nachsitzen“ – gegen die Zweitvertretung der „Wölfe“ wie auch gegen Sundern war der Sieg erst nach Siebenmeterwerfen unter Dach und Fach.

Die C-Mädchen der „Wölfe“ erkämpften sich derweil einen starken zweiten Platz hinter der HSG Schwerte-Westhofen.

Bei der männlichen D-Jugend setzten sich der favorisierte HTV Sundwig-Westig indes mit beiden Mannschaften durch – das finale Vereinsduell endete mit 5:3 für die HTV-Erste. Währenddessen konnten die „Wölfe“ das Spiel um Platz drei gegen HVE Villigst-Ergste mit 6:2 für sich entscheiden.

Starkes Feld bei D- und E-Mädels

Bei den D- und E-Mädchen hatte Bösperde-Halingen hatte einen schweren Stand und verpasste jeweils den Sprung unter die ersten Drei. In beiden Konkurrenzen siegten die Mädels TV Arnsberg.

Obwohl mit zwei Teams am Start, gelang auch keiner männlichen E-Jugend aus der Hönnestadt der Sprung auf das Treppchen. Hier gewann Sundwig-Westig vor Schwerte-Westhofen und Iserlohn-Sümmern.

Lediglich sieben Mannschaften gingen indes bei der gemischten E-Jugend an den Start, denn Sundwig-Westig bekam für dieses Feld keine Mannschaft zusammen und musste absagen. Die verblieben Teams lieferten sich ein spannendes Turnier mit einem souveränen Sieger HSG Schwerte-Westhofen.