Halinger Plan: Zurück zur alten Offensiv-Qualität

Dennis Bichmann (beim Wurf) und der TV Halingen wollen im Heimspiel
Dennis Bichmann (beim Wurf) und der TV Halingen wollen im Heimspiel
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Die Niederlage beim Lokalrivalen TV Schwitten hat den TV Halingen unter Druck gesetzt. Der Primus darf sich nun keinen weiteren Ausrutscher erlauben.

Halingen..  Die Derbypleite bei Nachbar TV Menden-Schwitten hat tiefe Wunden gerissen. Bei Handball-Landesligist TV Halingen hat nach dem 18:21 zudem die Sorge Einzug gehalten, das große Ziel doch noch verpassen zu können. Der Verlust der alleinigen Tabellenführung, der Blick auf den nun wieder punktgleichen Verfolger HSG Hohenlimburg – der heimische Tabellenführer ist durch diese Niederlage in Zugzwang geraten.

Die WP-Sportredaktion sprach vor dem Heimspiel gegen SG Schalksmühle-Halver II (Samstag, 19.15 Uhr) mit TVH-Trainer Christoph Gutzeit.

Frage: Hallo Herr Gutzeit. Hat der TV Halingen den Derby-Schock schon verdauen können?

Christoph Gutzeit: Diese Niederlage hat uns hart getroffen. Vor allen Dingen gab es für uns ein ganz neues Gefühl – nach 25 Spielen ohne Niederlage erstmals wieder verloren zu haben, daran muss man sich zunächst gewöhnen. Wir haben am Dienstag eingehend über das Schwitten-Spiel gesprochen und dabei knallhart analysiert.

Mit welchem Ergebnis?

Dass wir uns in den letzten drei Saisonspielen ganz anders präsentieren müssen. Sonst wird’s nichts mit dem Aufstieg.

Was heißt das konkret?

Wir alle – Spieler, aber auch das Trainer- und Betreuerteam – sind jetzt gefordert. Vor allen Dingen muss unser Angriff wieder die Leistung zeigen, die uns bislang ausgezeichnet hat. Wir haben gegen Schwitten nur 18 Tore erzielt, das war für unsere Verhältnisse eindeutig zu wenig. Andererseits haben 21 Gegentore gezeigt, dass die Leistung der Torleute und in der Deckung in Ordnung war – nur vorne hätte im Derby viel mehr kommen müssen, zumal wir die Qualität dazu ja haben.

Mit Roman Warland, der sich gegen Schwitten verletzt hat, bricht nun ein wichtiges Element in der Spielgestaltung weg. Wie werden Sie dieses Problem lösen?

Dass Roman mit einem Mittelhandbruch ausfällt, ist ein ganz herber Verlust. Er ist inzwischen operiert worden, außerdem musste ein Finger gerichtet werden – für ihn ist die Saison gelaufen. Trotzdem glaube ich, dass wir in der Lage sind, auf den alten Pfad zurückzukehren. Aus diesem Grund rückt mein Bruder Michael mit sofortiger Wirkung wieder in die Mannschaft, er soll vor allen Dingen Ruhe und Sicherheit ausstrahlen, er wird uns mit seiner Routine helfen.

Und soll mit dazu beitragen, dass Halingen im Mai die Meisterschaft feiern kann ...

Das ist unser Plan. Andererseits ist es doch eine ganz einfache Rechnung: Wenn wir die restlichen drei Spiele gewinnen, haben wir’s geschafft und steigen auf.