Halinger Pflichtsieg gegen schwache Gäste

Weiter fokussiert auf den Titelgewinn: Robert Ammelt (beim Wurf), Dominik Diederich und der TV Halingen hatten den Kreisrivalen HSG Lüdenscheid zu jeder Zeit voll Griff.
Weiter fokussiert auf den Titelgewinn: Robert Ammelt (beim Wurf), Dominik Diederich und der TV Halingen hatten den Kreisrivalen HSG Lüdenscheid zu jeder Zeit voll Griff.
Foto: WP
Der TV Halingen bleibt in der Landesliga auf Erfolgskurs. Diesmal verbuchte der Titelanwärter gegen die HSG Lüdenscheid einen 23:16-Heimsieg.

Halingen..  Das war ein Pflichtsieg! Gegen eine schlichtweg nicht Landesliga tauglichen HSG Lüdenscheid blieb die Heimweste von Titelanwärter TV Halingen erwartungsgemäß weiß. Das 23:16 (12:8) über den Kreisrivalen war indes kein Spektakel, einfache Hausmannskost reichte diesmal vollkommen aus.

„Wir haben 20 Gegentreffer weniger kassiert als im Hinspiel, das ist deckungstechnisch ein toller Wert“, bilanzierte Halingens Coach Christoph Gutzeit. Dies lag nicht zuletzt an der starken Vorstellung von Deckungschef Felix Zenka, der seinen Nebenleute immer wieder wirkungsvolle Kommandos gab. „Felix hat eine starke Leistung gezeigt“, so Gutzeit.

Richtig zufrieden wirkte der Linienchef allerdings nicht, denn von Beginn an spielten seine Handballer vor allem offensiv enorm fahrig. Nach Jaschkes Fahrkarte markierte Sören Selle zwar das 4:2, aber Sicherheit gab das nicht wirklich (11.). Auch weil es schlampige Fehlpässe (Dennis Bichmann) und technische Fehler gab (Selle). „Es war zum Teil schon zäh“, gab Christoph Gutzeit zu. So verkürzte Walter nach Bichmanns katastrophalem Fehlpass auf 8:6 (21.).

Fath-Rücktritt vor dem Spiel

Doch da Lüdenscheid offensiv ansonsten völlig grotesk und ohne jede Struktur agierte, blieben diese Halinger Mängel unbestraft.Der kurzfristige Rücktritt von Coach Davor Fath 48 Stunden vor Anwurf hatte bei den Bergstädtern offenbar Spuren hinterlassen. Doch Halingen nutzte das in Durchgang eins erst spät. Nach Felix Zenkas feinem Zuspiel markierte der agile Dominik Diederich das 10:6 (25.). Dass dies letztlich schon die Vorentscheidung war, konnte man da noch nicht ahnen.

Aber nach der Pause agierte der Topfavorit endlich zielstrebiger, Roman Warland nutzte Bichmanns feinen Pass zum 15:10 (40.). Und als der Halinger Goalgetter vier Zeigerumdrehungen später auf 17:10 stellte, war der Kuchen gegessen. Echte Stimmung kam in der Mehrzweckhalle diesmal überraschenderweise nie auf – auch bei den Zuschauern scheinen die Ansprüche ob des stark besetzten Kaders gestiegen zu sein. Und wenn der Kontrahent so unterirdisches Niveau zeigt wie die HSG Lüdenscheid, ist dies natürlich ein weiterer Stimmungskiller.

Der Gastgeber setzte nun aber auch sporadische Highlights, Robert Ammelts tolles Solo bescherte das 18:11 (49.). Der Rest war Routine, so dass Lüdenscheid schlussendlich zumindest ein Debakel vermeiden konnte.

Es blieb indes während der gesamten Spielzeit fraglich, wie dieser schwache Gegner dem heimischen Titelanwärter im Hinspiel einen Punkt abluchsen konnte. Letztlich war das aber am Samstag egal, diese Partie war für Roman Warland und Co. auf dem Weg Richtung Titelgewinn eine der leichtesten Übungen.

TV Halingen: Swiecznik, Hachmann; Schwarz, Hennemann, Ammelt (5), Diederich (5/1), Zenka, Dodt, Bichmann (5), Selle (1), Warland (7/3).

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