Große Freude bei HSG und TVS auf besonderes Derby

Das Hinspiel in der Kreissporthalle war von viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft geprägt. Beim erneuten Aufeinandertreffen von HSG-Akteurin Maike Benden (Bildmitte) sowie den Schwittenerinnen Alessia Mariotti (links) und Julia Pieper im Walram wird es mit Sicherheit ähnliche Szenen geben.
Das Hinspiel in der Kreissporthalle war von viel Kampf, Einsatz und Leidenschaft geprägt. Beim erneuten Aufeinandertreffen von HSG-Akteurin Maike Benden (Bildmitte) sowie den Schwittenerinnen Alessia Mariotti (links) und Julia Pieper im Walram wird es mit Sicherheit ähnliche Szenen geben.
Foto: Tobias Schad
An diesem Samstag kommt es zum Kräftemessen der beiden Ortsrivalen: Ab 17 Uhr stehen sich die HSG Menden-Lendringsen und der TV Schwitten gegenüber.

Menden..  Es ist kein Spiel wie jedes andere! Heute Abend treffen in der Walram-Halle zwei der besten Mannschaften der Handball-Oberliga der Damen aufeinander. Die HSG Menden-Lendringsen hat die Kolleginnen vom TV Menden-Schwitten zu Gast.

Die Bedeutung der Partie wird dadurch unterstrichen, dass sich der Verlierer wohl aus der Jagd auf Spitzenreiter SC DJK Everswinkel vorerst verabschieden wird. Aber der Blick auf die Tabelle ist vor dem Anwurf in beiden Lagern zweitrangig.

„Die Vorfreude ist spürbar“, sagt HSG-Trainer Jörg von Estorff. Sein TVS-Kollege Thorsten Stange kann ihm da nur beipflichten. „Es ist halt kein normales Spiel – es ist ein Derby“, stellt der Polizeibeamte vor der Partie fest.

Jörg von Estorff weist noch einmal auf die außergewöhnliche Konstellation hin, die für die Handball-Stadt Menden spricht. „Es ist doch schön für unsere Stadt, dass sie zwei solch guten Mannschaften hat. Ich bin überzeugt, dieses Derby wird Werbung für den Frauenhandball“, sagt der Pädagoge. Der dann auch noch einmal an das Hinspiel erinnert, indem seine Mannschaft mit zwei Toren unterlag (30:32). „Wir haben in dieser Woche alles dafür getan, dass wir das jetzige Spiel gewinnen. Diesmal wollen wir die Nase vorn haben“, rechnet der Pädagoge allerdings mit einer engen Auseinandersetzung.

Den Ortsrivalen hat Jörg von Estorff am vergangenen Sonntag beim Spiel gegen Everswinkel beobachtet. Doch am Auftritt gegen den Spitzenreiter will der HSG-Coach den TVS nicht messen. „Die Partie war ja bereits zur Pause mit dem 21:10 für Everswinkel entschieden, da ließ Schwitten die Köpfe hängen. Und Everswinkel ist zurzeit richtig stark. Der TVS ist allerdings ebenfalls sehr gut besetzt und wird sich gegen uns ganz anders präsentieren“, rechnet von Estorff mit Gegenwehr bis zur letzten Sekunde der Partie.

Beim heutigen Gegner stand in dieser Woche zunächst eine kurze Aufarbeitung der Niederlage gegen Everswinkel auf den Programm. „Aber die ist aus den Köpfen. Wir sind da einfach ganz schlecht ins Spiel gekommen und haben am Anfang sehr schlecht in der Abwehr gestanden“, sagt TVS-Coach Thorsten Stange.

Die Anfangsphase will man heute auf keinen Fall aus der Hand geben. „Ich rechne mit einem engen Spiel, weil beide Mannschaften sich in der Spielanlage schon ein wenig ähnlich sind. Doch wir haben uns schon einiges überlegt“, mag sich der Polizeibeamte nicht in die Karten schauen lassen. So weiß man um durchaus um die Stärken und Schwächen des Gegners.

Am Ende sind sich beide Trainer nochmals einig. „Es wird wohl die Tagesform entscheiden“, sagen Jörg von Estorff und Thorsten Stange.

So wohl bei der HSG Menden Lendringsen und beim TV Menden Schwitten gibt es in personeller Hinsicht zwei Fragezeichen. Die Gastgeberinnen bangen um den Einsatz von Kreisläuferin Lisa Gerbe – die in Verl erlittene Fußverletzung erweist sich als recht hartnäckig. Beim TVS war Rückraum-Ass Kati Wiemann in dieser Woche in einen Verkehrsunfall verwickelt.

Beide Handballerinnen wollen aber spielen, die Trainer sind da skeptischer. „Die Gesundheit geht immer vor“, sagt Thorsten Stange.

Schließlich ist es nur ein Handballspiel. Allerdings ein ganz besonderes für die Hönnestadt.