Große Enttäuschung nach Abräumer am zweiten Sprung

Bei diesem Sprung war für Franz-Josef Dahlmann und Firth of Lorne die Welt noch in Ordnung, aber schon am zweiten Hindernis kam das Aus.
Bei diesem Sprung war für Franz-Josef Dahlmann und Firth of Lorne die Welt noch in Ordnung, aber schon am zweiten Hindernis kam das Aus.
Foto: Mark Sonneborn

Balve..  Franz-Josef Dahlmann jun. verließden Parcours mit versteinerter Miene. Denn der Springreiter des RV Fritz Sümmermann Fröndenberg musste nach wenigen Sekunden den ersten Umlauf des finalen S-Springens um die Deutsche Meisterschaft abbrechen.

Sein Hengst Firth of Lorne hatte nach gutem Auftaktsprung das zweite Hindernis sprichwörtlich abgeräumt. Es dauerte eine Weile, bis das Paar noch einen Testsprung absolvierte. Aber direkt danach stand fest: Dieser Wettkampf wird nicht fortgesetzt. Dahlmann und sein Pferd drehten anschließend noch einige Runden auf dem Abreiteplatz, verschwanden dann aber nach einigen Minuten Richtung Stallungen.

Kein Gedanke an den Titelkampf

Dahlmann, der nicht viel später aus lauter Enttäuschung über seinen völlig missratenen Ritt das Turnergelände am Schloss Wocklum verlassen hatte, konnte daher nicht live verfolgen, wie Denis Nielsen (Falkenberg) neuer Deutscher Meister wurde. Der blieb mit Cashmoaker im Stechen gegen die nach insgesamt vier Umläufen ebenfalls mit vier Punkten belasteten Holger Hetzel von der RSG Niederrhein auf Legionär 2 und Jörg Oppermann (Elz) ohne Abwurf. In der Wertung für den Optimum-Preis aber lag Andreas Kreuzer (Silberberghof) mit la Luna 285 vorn – siehe WP-Hauptsport.

Ordentlicher Einstieg in die DM

Für den einzigen heimischen Springreiter in diesem starken Teilnehmerfeld endete somit die Deutsche Meisterschaft mit reichlich Frust. Dabei kann Dahlmann durchaus auf ein recht erfolgreiches Turnierwochenende zurückblicken. Der 35-Jährige, der nach Stationen unter anderem in China und im belgischen Zangersheide seit gut zwei Jahren wieder in Fröndenberg heimisch ist und dort einen Reiterhof betreibt, hatte am Freitag mit Firth of Lorne zwei ordentliche Runden hingelegt. Wie berichtet, standen nach diesen ersten Umläufen achteinviertel Fehlerpunkte und Platz 24 auf dem Konto. „Da lief es fast perfekt“, kommentierte Dahlmann diese Starts, bei die sein Hengst wertvolle Wettkampfpraxis sammeln konnte – auf den „Abräumer“ im DM-Finale jedoch hätte er lieber verzichtet.