Fußball verkehrt: Erst feiern, dann siegen

Kapitän Dennis Zöller und der TuS Langenholthausen wollen weiter punkten: Allerdings kommt am Sonntag mit dem FC Nuhnetal ein sehr unangenehmer Gegner zum Düsterloh.
Kapitän Dennis Zöller und der TuS Langenholthausen wollen weiter punkten: Allerdings kommt am Sonntag mit dem FC Nuhnetal ein sehr unangenehmer Gegner zum Düsterloh.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de
Was wir bereits wissen
Vier Punkte, sieben Tore – das hört sich gut an. Der TuS Langenholthausen liegt nach den ersten beiden Rückrundenspielen in der Fußball-Bezirksliga 4 voll im Soll. Am Sonntag wollen die Grün-Weißen im Heimspiel gegen den FC Nuhnetal (15 Uhr, Sportplatz Düsterloh) nachlegen.

Langenholthausen..  Aber das ist leichter gesagt als getan. Denn der Verein aus dem ehemaligen Kreis Brilon, der 2004 aus der Fusion zwischen SSV Liesen und SuS Hallenberg entstand, kämpft gegen den Abstieg und wird sicherlich mit dem entsprechenden Engagement am Düsterloh auftreten.

„Die sind sehr zweikampfstark und nicht gut zu bespielen“, sagt Spielertrainer Michael Erzen und denkt dabei ungern an das Hinspiel. Das konnten die Langenholthause-ner nach einem 1:2-Halbzeitrückstand zwar am Ende mit 6:3 gewinnen, aber die Partie war bis zum Schluss „unangenehm, weil Nuhnetal sehr körperbetont gespielt hat“. Ähnliches erwartet man im TuS-Lager auch am Sonntag, und daher fordert Michael Erzen: „Wir müssen 90 Minuten lang gegenhalten.“

Mut macht dem TuS-Coach die Moral seiner Mannschaft. Wie zuletzt beim 3:3 in Schmallenberg. „Zur Halbzeit waren die Punkte eigentlich schon verloren, aber wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, war klasse. Da durften wir uns am Ende ein bisschen wie die Sieger fühlen.“

Sorgen bereitet Erzen ein wenig das Umschaltspiel nach hinten, denn in den beiden bisherigen Spielen des Jahres 2015 kassierte man sechs Gegentreffer. „Das ist nicht unbedingt das Problem unserer Viererkette“, sagt der TuS-Coach. „Vielmehr wird von uns die Rückwärtsbewegung zu oft vernachlässigt. Ich würde lieber zehn Angriffe weniger fahren und dafür zwei Tore weniger kassieren.“

Personell gibt es die erwarteten Ausfälle. Marco Lemke kassierte in Schmallenberg die fünfte gelbe Karte, Patrick Rüth kann nach seinem Nasenbeinbruch nicht mitwirken, und Fabian Trawinski ist wegen seiner Hochzeit freigestellt.

Dass dort seine Mannschaftskameraden am Samstagabend auflaufen werden, ist selbstverständlich, aber für Trainer Mi chael Erzen kein wirkliches Problem. „Die Mannschaft wird am Sonntag fit sein und alles geben.“