Fröndt: „Haben auf Absagen leider keinen Einfluss“

Lokalmatador Kerem Atik (links) wurde nach einem beherzten Kampf gegen den Paderborner Marek Radziewicz Westfalenmeister.
Lokalmatador Kerem Atik (links) wurde nach einem beherzten Kampf gegen den Paderborner Marek Radziewicz Westfalenmeister.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Menden..  Die Boxsport-Abteilung des SV Menden hat am Samstag die Westfälischen Meisterschaften 2015 ausgerichtet. Im Gespräch mit der WP zog Abteilungsleiter Dieter Fröndt Bilanz.

Hallo Herr Fröndt, wie lautet Ihr Fazit mit dem Abstand von einigen Tagen?

Dieter Fröndt: Die Veranstaltung war gut, die Mehrzweckhalle war gut gefüllt, wir haben tolle Kämpfe gesehen – wir sind eigentlich zufrieden.

Von den 16 angekündigten Kämpfen sind allerdings nur neun übrig geblieben ...

Darüber waren wir auch sehr verärgert, denn wir hätten liebend gern ein volles Programm präsentiert. Leider gab es kurzfristig einige Absagen aus Krankheits- oder Verletzungsgründen. Aber darauf hat man als Ausrichter leider keinen Einfluss – man muss halt nehmen, was kommt.

Hätte man die ausgefallenen Kämpfe nicht anderweitig besetzen können?

Es wäre sicherlich möglich gewesen, den einen oder anderen Kampf einzuschieben. Zum Beispiel hätte man so eigenen Boxern wie zum Beispiel Andreas Maier oder Viktor Bruch Gelegenheit geben, sich in Einlagekämpfen einem größeren Publikum zu zeigen. Aber so kurzfristig war das nicht zu realisieren.

Dafür hatte Ihr Verein zwei gute Leute im Rennen – Kerem Atik ist sogar Westfalenmeister geworden ...

Das war natürlich der Knaller. Dass er das geschafft hat, macht uns richtig stolz. Wir haben uns über seinen Titelgewinn riesig gefreut – Kerem hat einen tollen Kampf gezeigt. Das gilt allerdings auch für Margarete Töws, die ja leider verloren gewertet wurde. Aber über dieses Urteil gehen die Meinungen sehr auseinander – auch ich habe sie als die bessere Boxerin gesehen.

Gab es nach der Veranstaltung schon Rückmeldungen von offizieller Seite?

Bislang noch nicht. Aber ich denke, dass wir nach den NRW-Meisterschaften im Jahr 2010 wieder eine gute Boxveranstaltung über die Bühne gebracht haben. Wir wurden vor Ort als vorbildliche Gastgeber gelobt – zum Beispiel vom Verbandspräsidenten Klaus Cosfeld, dem es bei uns sehr gut gefallen hat. Sicherlich haben viele heimische Box-Fans gefehlt, die sonst zu unseren November-Events nach Schwitten kommen würden. Dafür waren etliche auswärtige Leute in der Halle.

Am 14. November gibt es in Schwitten wieder die traditionelle Box-Gala. Wie weit sind dafür die Planungen?

Wir stecken noch in den Anfängen. Bislang steht eigentlich nur der Termin. Gegen wen es dann geht, steht noch nicht fest. Aber wir sind bemüht, wieder an die zwölf attraktive Kämpfe präsentieren zu können. Zunächst jedoch steht als nächstes Event unsere große Vatertagswanderung am 14. Mai an – die liegt uns sehr am Herzen.

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