Fast 80 – und immer noch ein „echter Macher“

Dieter Brauckmann packt beim BSV Lendringsen trotz seines fortgeschrittenen Alters an, wo er gebraucht wird.
Dieter Brauckmann packt beim BSV Lendringsen trotz seines fortgeschrittenen Alters an, wo er gebraucht wird.
Foto: WP

Menden..  Die Humboldt-Universität in Berlin erstellte einst eine Studie darüber, wie man Ehrenamtler für den Sport gewinnt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gab zum gleichen Thema eine Broschüre heraus. Dieter Brauckmann jedoch hätte solche Hilfsmittel nicht benötigt. Denn für ihn ist sein Engagement für den BSV Lendringsen eine Herzensangelegenheit.

„Unser Verein ist ohne Dieter Brauckmann gar nicht vorstellbar. Er hat immer zum Wohle des BSV Lendringsen gehandelt“, sagt Torsten Strott, der erste Vorsitzende des Kreisligisten aus dem Mendener Süden, über einen „echten Macher“.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten arbeitet sich der Hönnestädter in den verschiedensten Positionen für seinen Verein. Ob als Vorstand, als Obmann oder als Platzwart – Dieter Brauckmann hat stets das Wohl des Klubs im Sinn. So sorgt er seit einigen Jahren dafür, dass der Max-Becker-Sportpark, dessen Entstehung er maßgeblich begleitet hat, ein wahres Schmuckkästchen in der heimischen Sportplatzlandschaft geworden ist.

„Es geht doch um den Verein. Und solange es geht, werde ich helfen“, sagt Dieter Brauckmann, der Wirbel um seine Person eigentlich gar nicht mag – er wirkt viel lieber im Hintergrund. Dabei darf der Lendringser durchaus als eine außergewöhnliche Person bezeichnet werden. Denn im November feiert Dieter Brauckmann seinen 80. Geburtstag.

Sportliche Aktivitäten

Wo andere Senioren es bisweilen ruhiger angehen lassen, ist die Woche des Lendringsers bestens ausgefüllt. Neben den Pflegearbeiten an der schmucken Kunstrasenanlage am Walzweg füllt Dieter Brauckmann seine Freizeit mit vielen sportlichen Aktivitäten. So gibt es Läufe in der Waldemei, Fahrrad fahren und auch regelmäßige Besuche in einem Lendringser Fitness-Studio. „Ich bin bislang nie krank gewesen“, bedeutet für Dieter Brauckmann der Sport auch persönliches Wohlbefinden.

Außerdem lässt ihn der Fußball nicht los. So wird an Samstagen in den Mittagsstunden mit der Ü60-Mannschaft des BSV Lendringsen in der Habicht-Halle gespielt.

Nur ein Spiel der Ersten gesehen

Aus dem aktuellen Vereinsleben hat sich Dieter Brauckmann, der einen richtig fitten Eindruck macht und nicht unbedingt so aussieht, als ob der bald 80 werden wird, allerdings ein wenig zurückgezogen. „Das ist jetzt halt eine andere Fußballergeneration“, sagt er – und überlässt das Tagesgeschäft beim BSV Lendringsen den Mannen um Vereinspräsident Torsten Strott. In der gerade abgelaufenen Saison der Kreisliga A Iserlohn hat er nur eine Partie der ersten Mannschaft gesehen. „Ich hätte mich sonst wahrscheinlich zu oft geärgert“, lacht Brauckmann über die selbst auferlegte Zwangsabwesenheit bei den Spielen der Mannschaft um Spielertrainer Gianciarlo Fiore, die ja bekanntlich nicht gerade mit konstanten Leistungen glänzen konnte.

Immer bescheiden

Das ist für Torsten Strott jedoch kein Thema. „Dieter Brauckmann steht einfach für den BSV Lendringsen. Er ist immer bescheiden, macht nicht viele Worte – ohne ihn wäre unser Verein ein gutes Stück ärmer“, macht der Vorsitzende seine Hoffnung deutlich, dass der BSV noch lange von der Schaffenskraft des Dieter Brauckmann profitieren wird.