„Es siegt derjenige, der mehr will“

Lieferten sich im Hinspiel erbitterte Zweikämpfe: Schwittens Benno Poth (links) und TVH-Torjäger Dennis Bichmann.
Lieferten sich im Hinspiel erbitterte Zweikämpfe: Schwittens Benno Poth (links) und TVH-Torjäger Dennis Bichmann.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de
Was wir bereits wissen
Für die einen steht viel, für die anderen noch viel mehr auf dem Spiel. Wenn am Freitagabend in der Kreissporthalle die Handballer des TV Menden-Schwitten und des TV Halingen im Landesliga-Derby aufeinandertreffen (19.30 Uhr), dann könnte die Westfalia einen ganz großen Schritt in Richtung Verbandsliga-Aufstieg machen.

Menden..  Oder auch nicht. Denn der TVS wird garantiert etwas dagegen haben und dem Nachbarn aus der Mehrzweckhalle sicherlich einen intensiven Fight liefern. Nur zu gern würde das Team von Spielertrainer Tihomir Knez den Grün-Weißen die erste Saisonniederlage beibringen.

Die WP-Sportredaktion beleuchtet das Derby aus verschiedenen Blickrichtungen.

Die Ausgangssituation

Der TV Schwitten (28:16) will die Saison als Dritter abschließen, hat aber nur einen Zähler Vorsprung vor dem TuS Wellinghofen und mit dem TV Halingen (42:2) sowie der HSG Hohenlimburg (40:4) noch zwei schwierige Heimspiele zu bestreiten. „Wir werden in den letzten 240 Saisonminuten alles geben, dass wir diesen Platz behalten“, sagt TVS-Spielertrainer Knez. Die Westfalia hat zwei Punkte und das bessere Torverhältnis auf Verfolger Hohenlimburg gut. „Wir haben die Möglichkeit vorzulegen und können dann am Samstagabend hoffnungsvoll einen Blick ins Handball-SIS werfen, ob Warstein gegen Hohenlimburg gewonnen hat“, sagt TVH-Trainer Christoph Gutzeit.

Die Serien

Der TVS hat zuhause eine fast saubere Weste. In elf Heimspielen gab es in der Kreissporthalle zehn Siege und nur einen Ausrutscher (21:27 gegen Hagen III). „Wir wollen versuchen, gegen die Topmannschaft der Liga, unsere Serie auszubauen. Aber das wird enorm schwer“, sagt Tihomir Knez. Der TVH ist saisonübergreifend seit 25 Spielen ungeschlagen.

Die Prognosen

„Es wird der gewinnen, der seine Emotionen besser im Griff hat und die besseren Lösungen in Angriff und Deckung anbietet“, glaubt TVS-Coach Tihomir Knez. Und sein Gegenüber Christoph Gutzeit sagt: „ Es gewinnt derjenige, der mehr will.“

Die Personallage

Die Personallage ist beim TVS unverändert. Neben dem langzeitverletzten Stefan Koerdt fehlt Torwart Steffen Kampmeier. Bei der Westfalia kann Felix Zenka wieder mitwirken. Für TVH-Coach Christoph Gutzeit ein Pluspunkt. „Er ist unser Kapitän und eine Integrationsfigur. Sein Auftreten und sein Wort haben Gewicht in der Mannschaft. Ich kann anders wechseln, und unser Spiel ist dadurch variabler.“

Die Torjäger

Beide Teams haben herausragende Torschützen in ihren Reihen. Dennis Bichmann (204 Tore) führt die Torjägerliste der Staffel 4 an. Es folgt der Schwittener Sven Becker (139) gefolgt von Roman Warland an vierter Position (134) und Robert Ammelt als Neunter (127).

Der Ausblick

Dass die Duelle zwischen dem TVS und dem TVH in der kommenden Spielzeit fehlen könnten, bedauern beide Trainer. „Derbys machen immer Spaß“, sagt Christoph Gutzeit. „Aber ich freue mich auch darauf, andere Hallen kennen zu lernen.“ Und Tihomir Knez sagt: „Für die Jungs aus dem Stadtgebiet sind Derbys wichtig. Ich würde, wenn es so käme, aber sicherlich zwei Spiele vor einer großen Zuschauerkulisse vermissen. Aber vielleicht haben wir nächste Saison doch noch welche.“