„Es macht einfach riesigen Spaß“

Menden..  Für ihn ist der Sauerland-Cup der HSG Menden-Lendringsen etwas ganz Besonderes. Denn Jürgen Kamp gehört zu den Männern der ersten Stunde, als 1991 der Startschuss für die große Erfolgsgeschichte der Veranstaltung erfolgte.

Mit 24 Mannschaften wagte der SV Menden damals unter der Regie seines Vaters Dieter Kamp, Jörg von Estorff und Peter Blankenhagen den Versuch, ein Jugend-Handballturnier zu etablieren.

„Ja, ich habe alle 25 Turniere mitgemacht“, sagt der 47-Jährige. Zuerst noch im Organisationsteam, mittlerweile als Koordinator des Fahrdienstes.“ An die Anfänge kann sich Jürgen Kamp noch gut erinnern, denn es war alles viel beschwerlicher und aufwändiger. „Damals mussten wir zum Beispiel die Ergebnisse noch von den einzelnen Hallen zum Turnierbüro im Walram fahren“, so der HSG-er. „Und mein erstes Handy hat mir Bernd Neuhaus zur Verfügung gestellt. Das war ein richtiges Moped.“

Jürgen Kamp hat die gesamte Bandbreite von Jugendlichen, Trainern und Betreuer miterlebt. Und dabei einige Wandlungen gesehen. „Der rigide Ton bei den ostdeutschen Mannschaften ist verschwunden, und sportlich ist alles viel, viel schneller geworden“, sagt er.

Aber eins ist geblieben. „Es kommen immer wieder sehr freundliche und höfliche Gäste nach Menden.“ Besonders in Erinnerung geblieben sind Kamp dabei die japanischen Handballer aus Iwate.

Reich an „Schmonzetten“ war das Turnier im vergangenen Vierteljahrhundert natürlich auch. „Die nicht ganz jugendfreien Sachen darf ich natürlich nicht erzählen“, sagt Jürgen Kamp. „Aber sehr kurios war die Begebenheit, dass eine Mannschaft vom Fahrdienst statt an der Habicht-Halle an der Realschulhalle abgesetzt wurde. Die hätten dann fast ihre Spiele verpasst.“

Dass er Jahr für Jahr dabei ist, dafür hat Kamp eine ganz simple Erklärung. „Es macht einfach riesigen Spaß.“ Um sein eigenes Engagement will er nicht viel Aufhebens machen, und stellt es deshalb gerne in den Hintergrund.

„Die meiste Arbeit machen Jörg von Estorff, Peter Blankenhagen und jetzt auch Raimund Giacuzzo im Vorfeld. Die leisten immens viel. Und dass wir als Helfer dann drei Tage mitmachen, ist nicht so wichtig“, sagt Kamp.

Oh doch. Denn wenn die vielen Helfer nicht zur Stelle wären, würde das Sauerland-Cup-System nicht funktionieren. Das weiß auch der HSG-er. Kamp: „Es ist anstrengend, aber man kriegt auch viel Lob.“

Und für dieses Lob nimmt Jürgen Kamp den Stress gerne auf sich und formuliert dann seinen Wunsch für die nächsten Jahre beim Sauerland-Cup: „Ich hoffe, dass das Organisationsteam so zusammenbleibt und ich wünsche mir, dass das sportliche Niveau weiter so hoch gehalten werden kann.“