Einheitliche Linie fehlt beim DJK-Hallencup

Beim Bösperder Hallencup ließ die rigorose Ahndung von Foulspielen zu wünschen übrig – da fehlte die letzte Konsequenz.
Beim Bösperder Hallencup ließ die rigorose Ahndung von Foulspielen zu wünschen übrig – da fehlte die letzte Konsequenz.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der 20. Hallencup der DJK Bösperde bleibt definitiv in Erinnerung. Vom sportlichen Niveau her sicherlich nur bedingt, doch die Einführung und Umsetzung der neuen Futsal-Regeln war mit großer Spannung erwartet worden. Und das nicht zu Unrecht, denn an einigen Stellen hakte es noch in der Umsetzung.

Bösperde..  Sportlich war die Veranstaltung überschaubar. Bis auf Turniersieger TuS Wickede (ohne Niederlage und mit nur drei Gegentoren in sieben Spielen) sowie SF Hüingsen, BSV Menden und BSV Lendringsen gab es wenig Niveauvolles zu sehen. „Letztlich gab es an beiden Tagen einige ungewollte Slapstick-Einlagen, auch in unserer Mannschaft. Diese waren indes nicht immer auf den Ball zurückzuführen waren“, schmunzelte Harald Bremkes, Coach von A-Liga Topteam DJK GW Menden und lag mit seiner Einschätzung richtig.

Apropos Ball: Was deutlich zu sehen war, dass technisch beschlagene Kicker keinerlei Schwierigkeiten mit dem sprungreduzierten Ball hatten. Ob Lendringsens Giancarlo Fiore, Hüingsens Bartosz Storma oder Jan Kießler und Gökhan Gökkaya vom BSV Menden – sie alle demonstrierten die nötige Geschicklichkeit mit dem „neuen“ Ball und führten damit die ohnehin alberne Diskussion über Sinn und Unsinn dieses Spielgeräts ad absurdum.

Andere Neuerungen bargen indes schon mehr Konfliktpotenzial, vor allem die rigorose Ahndung von Foulspielen. „Ich hätte mir vor allem am Finaltag von den Schiedsrichtern noch mehr Konsequenz bei einigen Zweikämpfen gewünscht“, so Hüingsens sportlicher Leiter Uwe Hausherr.

Dies war vor allem am Sonntag ein Problem, viele Vereinsverantwortliche vermissten eine einheitliche Linie. „Es gab am Finaltag im Bereich der Vier-Sekunden-Regel kein einheitliches Maß“, monierte Turnierchef Jörg Geiger.

Dies führte zu viel Hektik und letztlich auch zum einzigen Turnierplatzverweis von Lendringsens Spielertrainer Giancarlo Fiore. Seine Zweikampfführung gegen Wickedes Bektas war sicherlich hart, aber keineswegs unfair – der Platzverweis von daher überzogen. Dass die nächsten Turniere, der RWE-WinterCup und die Stadtmeisterschaft ohne den BSV-Wirbelwind stattfinden werden, dürfte für Lendringsen eine deutliche Schwächung darstellen.

Eine andere Schwäche war nach Meinung vieler Zuschauer der neue Endrundenmodus, das Prinzip „Jeder gegen Jeden“ hatte viele Längen. Es gab zum Ende hin (zu) viele Partien, die sportlich uninteressant waren, weil die meisten beteiligten Mannschaften keine Chance mehr auf den Turniersieg hatten.

Ein Befürworter des Modus war indes Wickedes Spielertrainer Fabian Hendriks, dessen Team den Titel holte. „Ich fand das so in Ordnung, denn so hatte jedes Team vor dem zweiten Tag die gleiche Chance, das Turnier zu gewinnen.“