Ein starkes Stück Handball feiert Jubiläum

Lars Gudat spielt aktuell beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm
Lars Gudat spielt aktuell beim Handball-Zweitligisten ASV Hamm
Foto: WP
Was wir bereits wissen
25 Jahre Sauerland-Cup der HSG Menden-Lendringsen. Ein Turnier, das Jugendhandball der Spitzenklasse garantiert.

Menden..  Die WESTFALENPOST sammelte zum Jubiläum einmal Stimmen von Spielern, Trainern und Vereinen, die im vergangenen Vierteljahrhundert mit an der Geschichte der Traditionsveranstaltung geschrieben haben und diese zu dem werden ließen, was sie ist: Ein starkes Stück Handball!

Harry Jahns

Harry Jahns ist mit dem Gewinn von 14 nationalen Titeln der erfolgreichste deutsche Nachwuchstrainer. Der 62-jährige Magdeburger zählte über Jahre mit den Jugendmannschaften des SC Magdeburg zu den Stammgästen des Turniers. Mit zehn Siegen ist der SCM aktueller Rekordsieger des Sauerland-Cups. Jahns war auch als Spieler für den SCM sehr erfolgreich: Sieben Meisterschaften, drei Pokalsiege und den Europapokal der Landesmeister holte er für den SC Magdeburg.

Harry Jahns: Erstmal ein herzlicher Glückwunsch an die HSG Menden-Lendringsen. Mit dem Sauerland-Cup haben Jörg von Estorff und seine vielen Mitstreiter ein Turnier geschaffen, das eine große Bedeutung für den Jugendhandball hat. Es ist eine erstklassige Standortbestimmung für jede Mannschaft. Schade nur, dass die Landesverbände immer öfter parallel zum Sauerland-Cup ihre Turniere angesetzt haben. Deshalb konnten wir mit Magdeburg auch einige Male nicht teilnehmen. Das Turnier ist erstklassig organisiert, da gibt es nichts zu kritisieren. Vielleicht gibt es ja mal ein Wiedersehen, wenn wir in ein, zwei Jahren mit unseren neuen Verein HSV Magdeburg mithalten können.

Bob Hanning

Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes und Geschäftsführer der Füchse Berlin, war mehrmals als verantwortlicher Trainer mit den A- und B-Jugendteams des Bundesligisten in der Hönnestadt.

Bob Hanning: Der Sauerland-Cup hat einen sehr hohen Stellenwert. Man trifft auf viele gute Mannschaften mit einem hohen Niveau. Das ist eine echte Standortbestimmung – nicht nur für die Mannschaften, für die es später um die deutsche Mannschaft geht. Die Stärke des Turniers ist sicherlich die familiäre Atmosphäre. Ich liebe jetzt noch die selbstgebackenen Waffeln im Foyer der Kreissporthalle. Ich wünsche der HSG viel Erfolg für die nächsten Jahre. Das Turnier muss es weiter geben.

Anna Loerper

Anna Loerper war vor über einem Jahrzehnt mit ihrem Stammverein VT Kempen beim Sauerland-Cup aktiv. Mittlerweile hat die 30-jährige Handballerin 201 Länderspiele absolviert und dabei 332 Tore erzielt. Aktuell ist Anna Loerper – vielen auch unter ihren Spitznamen „Lumpi“ bekannt – beim Bundesligisten TuS Metzingen aktiv.

Anna Loerper: Herzlichen Glückwunsch an die HSG Menden-Lendringsen. Ich möchte euch aber auch bitten, macht weiter so. Unser Handball lebt von solch großartigen Turnieren. Hier werden die jungen Handballerinnen und Handballer gefördert. Das ist einfach wichtig. Schön ist auch die Geschichte mit meiner Teamkollegin Angie Geschke aus der Nationalmannschaft. Wir haben festgestellt, dass wir uns beim Sauerland-Cup zum ersten Mal gesehen hätten. Sie war damals mit der Jugend von Frankfurter HC dort, ich mit meinen Heimatklub VT Kempen. Die Handballwelt ist halt klein ...

Nadja Nadgornaja

Nadja Nadgornaja wurde mit dem Thüringer HC bereits viermal deutscher Meister. In bisher 63 Länderspielen kam die 26-Jährige zum Einsatz und erzielte dabei 211 Tore. Mit der Juniorenauswahl des DHB wurde sie im Jahre 2008 Weltmeister. Nadja Nadgornaja war mit dem HV Neuss und der HSG Blomberg-Lippe – mit dem sie den Sauerland-Cup auch gewann – in Menden. Dabei wurde Nadgornaja auch als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

Nadja Nadgornaja: Der Sauerland-Cup ist für mich ein ganz besonderes Turnier, weil da für mich alles begann. Beim Sauerland-Cup wurde ich als Spielerin des HV Neuss von Andre Fuhr von der HSG Blomberg-Lippe entdeckt. Das war praktisch der erste Schritt in Richtung professioneller Handball für mich. Aber nicht nur deshalb werde ich mich immer an den Sauerland-Cup erinnern. Es ist für junge Handballer einfach ein ganz tolles Turnier. Herzlichen Glückwunsch an die HSG – macht im Sinne der Jugend weiter so.

Kathrin Pichlmeier

Kathrin Pichlmeier und die „jungen Wilden“ der HSG Badenstedt gewannen in den vergangenen drei Jahren den Titel. 2014 wurde Kathrin Pichlmeier mit der Jugendauswahl des DHB Vize-Weltmeister.

Kathrin Pichlmeier: Mir fallen sofort drei Dinge ein, wenn ich an den Sauerland-Cup denke. Erstens: Tolle Eröffnungsfeier, zweitens Deutschlands stärkstes Teilnehmerfeld und drittens umwerfende Finalspiele vor einem superfairen Publikum. Die Atmosphäre in der Kreissporthalle ist berauschend mit einer Siegerehrung und Abschlussfeier, wie sie sich ein Sportler nicht schöner wünschen kann. Glückwunsch von unserem ganzen Team an das Organisationsteam und seinen vielen, vielen Helfern, die trotz der großen Belastung immer freundlich und hilfsbereit sind. Mit viel Herz und Seele wird das Turnier zu einem gelungenen Jahresanfangs-Highlight.

Christoph Theuerkauf

Christoph Theuerkauf zählt auch zu den Handballern, die nach dem Sauerland-Cup ihren Weg in den großen Handball gemacht haben. Der 30-jährige Kreisläufer spielt zurzeit beim HBW Balingen-Weilstetten und absolvierte 57 Länderspiele. Mit der Jugend des SC Magdeburg gewann er vier nationale Titel und zählte beim Sauerland-Cup stets zu den Siegern. Unter anderem wurde er auch als Spieler des Turniers ausgezeichnet.

Christoph Theuerkauf: Respekt – 25 Jahre so lange hält ja heute nicht einmal jede Ehe! Doch jetzt mal im ernst: Wenn sich ein Turnier so lange hält, muss es schon etwas Außergewöhnliches sein. Gerade in Zeiten, wo die Ehrenamtlichen in den Vereinen immer weniger werden. Ich wünsche mir für alle Handballer, dass die HSG Menden-Lendringsen dafür sorgt, dass es dieses Turnier weitergeben wird. Ich erinnere mich immer gerne an den Sauerland-Cup. Das waren richtig gute Spiele gegen starke Gegner. Vor allem die Spiele gegen die Füchse Berlin hatten es in sich. Auf die nächsten 25 ....

Lars Gudat

Lars Gudat spielt beim Zweitligisten ASV Hamm Westfalen. Der gebürtige Hemeraner wagte als Jugendlicher den Sprung in das Handballinternat nach Magdeburg. Mit dem SCM gewann der 25-jährige Linkshänder ebenfalls den Sauerland-Cup.

Lars Gudat: Das ist ein Superturnier für die Jugend. Du wirst in jedem Spiel richtig gefordert und erfährst, wo du stehst. Die HSG Menden-Lendringsen kann sehr stolz auf den Sauerland-Cup sein. Ich hoffe, dass noch viele junge Handballer das einzigartige Flair des Turniers kennenlernen dürfen.