Ein Rückraum der Extraklasse

Robert Ammelt (hier beim Wurf) war mit acht Feldtoren der erfolgreichste Halinger Akteur beim verdienten 30:26-Sieg gegen den TuS Wellinghofen.
Robert Ammelt (hier beim Wurf) war mit acht Feldtoren der erfolgreichste Halinger Akteur beim verdienten 30:26-Sieg gegen den TuS Wellinghofen.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Das hatte sich Christoph Gutzeit wohl etwas schwieriger vorgestellt. Seine Mannschaft knackte die beste Abwehr der Staffel 4 dank eines überragenden Rückraums (23 Tore). Mit dem 30:26 (15:11)-Sieg gegen den TuS Wellinghofen behauptete der TV Halingen die Führung in der Handball-Landesliga und stellte seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll unter Beweis.

Halingen..  „Zufrieden.“ Kurz und knapp und in einem Wort fiel das Urteil des Westfalia-Trainers am Samstagabend nach den 60 Minuten in der Mehrzweckhalle aus, er schickte dann aber etwas ausführlicher hinterher: „Wir haben einen guten Gegner mehr oder weniger überzeugend beherrscht.“

Das traf vor allen Dingen auf den wurfgewaltigen Halinger Rückraum zu. Roman Warland dirigierte die TVH-Aktionen intelligent und ideenreich. Er brachte seine Nebenleute Dennis Bichmann und Robert Ammelt immer wieder in freie Schusspositionen. Und diesem Angriffswirbel hatten die Dortmunder nur bedingt etwas entgegen zu setzen.

Nach einem 2:4-Rückstand (7.) kam der Halinger Motor richtig ins Laufen. Einen wunderbaren Spielzug vollendete Dominik Diederich zum 4:4, dann setzte Torwart Benny Swiecnik mit einer überragenden Parade gegen TuS-Linksaußen Halberstadt ein weiteres Signal, und Robert Ammelts 10:6 (19.) unterstrich die Dominanz der Halinger aus der Distanz.

Wellinghofens Widerstand war damit aber nicht gebrochen. Allerdings agierten die Gäste im Angriff unglücklich bis unkonzentriert (zum Beispiel Traumüller mit Pfostentreffern beim Gegenstoß und von der Rechtsaußenposition). Viel effektiver trafen dagegen die Grün-Weißen, die zwischenzeitlich einen Sechs-Tore-Vorsprung (14:8/24.) herauswarfen und den TuS in eine Auszeit zwangen.

Halingen hielt das Heft auch nach dem Wechsel weiter fest in der Hand und verwöhnte das Publikum mit schönen Treffern. Mathias Hennemann traf nach feinem Anspiel von Robert Ammelt vom Kreis, Sören Selles 21:15 (39.) nach schneller Mitte war ebenso eine Augenweide.

Die Gäste hatten dem Angriffswirbel des TVH nun nichts mehr entgegen zu setzen. Lediglich der Abschluss ließ zu wünschen übrig. Als Dennis Bichmann einen Siebenmeter neben das Tor knallte und Wellinghofen durch Thäsler zum 25:20 (51.) kam, mahnte Trainer Gutzeit: „Das Spiel ist noch nicht vorbei.“

Reaktion seines Teams: Das zog noch einmal an – 30:22 (56.) –, um dann endgültig einen klaren Sieg zu verschenken. Den Coach ärgerte das nicht: „Das Ergebnis ist mir egal, Hauptsache gewonnen.“

TV Halingen: Swiecznik, Hachmann; Diederich (1), Dennis Bichmann (8/1), Schwarz (2), Warland (7/2), Alexander Bichmann, Robert Ammelt (8), Selle (3), Zenka, Hennemann (1), Dodt.