Ein Punkt fehlt noch! BSV Menden hat Klassenerhalt beinahe sicher

Olpe..  Die eigene Niederlage wurde für die Fußballer des BSV Menden schnell zur Nebensache. Obwohl der Fußball-Landesligist bei Meister SpVg. Olpe mit 0:2 (0:0) unterlag, dürfte es seit gestern so gut wie keine Zweifel mehr am Klassenerhalt geben. Die Rot-Weißen haben zwei Spieltage vor dem Saisonende fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang.

„Wir brauchen rechnerisch noch einen Punkt. Aber ich glaube auch nicht, dass sowohl Hüsten oder Attendorn die kompletten sechs Punkte holen. Wir hätten bereits hier in Olpe alles klar machen können, denn ein Remis hatten wir mindestens verdient“, ärgerte sich BSV-Trainer Sven Nieder über den Ausgang der Partie beim künftigen Westfalenligisten.

86 Minuten hielt man mit großen kämpferischen Einsatz ein 0:0 gegen das beste Team der Liga. Olpes Sieg war nicht unverdient, am Ende aber schon etwas glücklich. Trotzdem halten die Rot-Weißen die Verlängerung der Landesliga-Mitgliedschaft bereits in Händen.

Verheißungsvoller Auftakt

Der heimische Branchenführer begann couragiert. „Wir haben die erste Halbzeit gut gestaltet. Allerdings kam der letzte Pass nicht an“, sah Nieder sein Team recht spielfreudig. Und defensiv stand man sehr ordentlich und ließ recht wenig zu. Wobei man die Offensive der Hausherren nie ganz ausschalten konnte – die Herren Bredebach, Buchen oder Ohm stellen schon gehobene Qualität dar, allerdings ließen sie in der ersten Halbzeit die nötige Durchschlagskraft vor dem Mendener Tor vermissen. Und wenn es mal brenzlig wurde, waren die Mendener Abwehrstrategen Marcel Dickehut und Sascha Wulff auf dem Posten.

In der Offensive konnte der BSV sich allerdings nicht entscheidend in Szene setzen. So war der fleißige Jan Kießler zu oft auf sich allein gestellt. „Da waren wir nicht zielstrebig genug“, monierte Coach Nieder eine alte Krankheit der BSV-er. Trotzdem ließ die Nullnummer zur Pause alle Möglichkeiten offen.

In der zweiten Halbzeit verlagerte sich das Geschehen mit fortlaufender Spielzeit in die BSV-Hälfte. „Wir hatten aber noch Möglichkeiten zum Kontern“, sah Nieder seine Elf weiterhin nicht chancenlos. Doch je weiter die Zeit herunterlief und die Kicker aus dem Huckenohl einen Zähler in Händen hielten, umso vorsichtiger wurden sie. Das sollte sich letztlich rächen.

Olpe erhöhte den Druck auf den heimischen Landesligisten. „Da haben sie ihre Qualitäten gezeigt – man wollte unbedingt noch das Tor machen. Wir haben dabei den Fehler gemacht, dass wir in den letzten zehn Minuten nur noch das Ergebnis verwalten wollten“, so Nieder.

Bitterer Prothmann-Abstauber

Zunächst stand den Rot-Weißen bei Möglichkeiten von Bredebach, Buchen und Ohm das Glück noch bei. Aber 240 Sekunden vor dem Ende traf Huckestein die Querlatte des BSV-Gehäuses, den Abpraller drückte Prothmann über die Linie und vertagte den Mendener Gewissheit auf den Klassenerhalt um eine Woche.

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