Ehrgeizige Iwate-Jungen wollen mindestens auf den dritten Platz
04.01.2008 | 22:55 Uhr 2008-01-04T22:55:34+0100Menden. (fs) Sie waren vor zwei Jahren schon der Farbtupfer beim Sauerland-Cup. ...
... Und auch gestern Nachmittag imponierten die Auswahlmannschaften aus Iwate (Japan) im Walram bei den Spielen gegen die Mädchen der HSG Menden-Lendringsen (30:34) und die Jungs der JSG Westfalia Menden (35:37) mit interessanten Auftritten.
Dabei ist der Handballsport im Land der aufgehenden Sonne eher eine Randsportart. "Der Stellenwert ist nicht wirklich gut, aber stabil", sagt Hideji Takahashi, Koordinator der 45-köpfigen japanischen Delegation. Baseball und Fußball ziehen in Japan die Massen in ihren Bann.
Daher schauen die Iwate-Handballer auch erfurchtsvoll nach Deutschland. "Unsere Spieler wollen die deutsche Handball-Tradition kennenlernen", sagt Takahashi. "Immerhin ist Deutschland jetzt die Nummer eins im Welthandball."
Für die Jungen und Mädchen aus Iwate, die gestern nach dem Mädchenspiel von Volker Fleige, Fachbereichsleiter der Stadt Menden, begrüßt wurden, ist die Deutschland-Reise eine kleine Belohnung.
Der Handball-Nachwuchs, der über eine Art Sportgymnasien gefördert wird, soll ein Event wie den Sauerland-Cup während der Ausbildungszeit erleben. "Darum sind wir hier", sagt Takahashi. "Der Termin passte uns sehr gut, das Turnier ist sehr kompakt und familiär. Das gefällt uns." Wie auch die Zeremonie vor den Begegnungen mit Nationalhymne und Landesflaggen. "Das war sehr liebevoll gemacht", so Takahashi.
Nach über 18 000 Kilometern über Tokio und Frankfurt waren die Japaner am Donnerstag in Menden eingetroffen - und sie haben für das Wochenende in der Hönnestadt ehrgeizige Ziele. Zumindest die Jungs aus Iwate. "Die wollen nicht nur die Zwischenrunde erreichen, sondern mindestens Dritter werden", sagt Hideji Takahashi. "Und die Mädchen möchten lernen, sich etwas abgucken von den vielen guten deutschen Mannschaften."
Der Traum für die männlichen Talente wäre der Finalnachmittag am morgigen Sonntag in der Kreissporthalle. Eine japanische Mannschaft in einem Endspiel, da muss auch Takahashi schmunzeln . . .
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