Ehrgeizige B-Ligisten aus Beckum und Mellen wollen zum Regional-Cup

Bei der Balver Stadtmeisterschaft konnten Patrick Rüth (links) und Emin Günes den Titel holen, am Samstag wollen sie sich beim RWE-WinterCup für die Regionalrunde qualifizieren.
Bei der Balver Stadtmeisterschaft konnten Patrick Rüth (links) und Emin Günes den Titel holen, am Samstag wollen sie sich beim RWE-WinterCup für die Regionalrunde qualifizieren.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Eines ist auch vor der 26.Auflage des RWE-Wintercups klar: Man braucht Stehvermögen. Das Mammutturnier, dass sich über insgesamt vier Wochen hinzieht, ehe in der Sporthalle Große Wiese am 1. Februar der Sieger gekürt werden kann, startet an diesem Wochenende in die Vorrunden. Insgesamt 20 gibt es davon und zwei finden am Balver Schulzentrum Krumpaul statt.

Balve..  Am Samstag ist in der Gruppe 4 Bezirksligist TuS Langenholthausen klar favorisiert. Pro Gruppe kommen die vier Erstplatzierten Teams weiter und darunter sollte auch der frischgebackene Balver Stadtmeister sein. „Wir wollen natürlich weiterkommen, aber nicht irgendwie, sondern möglichst souverän“, so Coach Michael Erzen, der bei der Stadtmeisterschaft der überragende Akteur war.

Ein Platz unter den Top Vier strebt auch A-Ligist BSV Lendringsen an, der indes ohne seinen gesperrten Hallenspezialist Giancarlo Fiore auskommen muss. Er wurde nach seiner roten Karte beim Bösperder Hallencup für 14 Tage gesperrt. „Wir wollen sehen, was da möglich ist, aber in erster Linie ist das Turnier ein Einspielen für die Stadtmeisterschaft“, so Fiore.

24 Stunden später steigen gleich vier heimische Mannschaften in den Ring und träumen vom Sprung zum Regionalcup. „In einer reinen Kreisligagruppe ist alles offen“, sagt Beckums Spielertrainer Thomas Cordes. Sein Team überzeugte bei der Stadtmeisterschaft mit effektivem Fußball und wurde erst im Finale von Bezirksligist TuS Langenholthausen gestoppt. „Mit einer ähnlichen Vorstellung mache ich mir keine Sorgen um das Weiterkommen“, so Cordes.

Auch Ligarivale SV Rot-Weiß Mellen ist nicht chancenlos, das Blüggel-Team belegte beim Stadtchampionat Rang drei und baut in erster Linie auf seine Torjäger Olaf Skora und Frederik Levermann. „Wir wollen unter die ersten Vier kommen und wenn wir unsere Leistung von der Stadtmeisterschaft noch ein wenig steigern, dann sollte das auch drin sein“, sagte Spielertrainer Niko Blüggel. „Aber unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen, da wird jeder sofort bestraft.“

Die SG Balve/Garbeck legt keinen großen Wert auf die Hallenrunde. „Die Teilnahme ist freiwillig, aber bei der Stadtmeisterschaft hat das schon ganz ordentlich ausgesehen. Mal schauen, was jetzt so geht“, sagt Coach Thorsten Otte.

Wie viel bei B-Ligist GFV Olympos Menden geht, wird sicherlich auch von der personellen Ausstattung abhängen. In Bösperde schied man letztlich chancenlos in der Vorrunde aus, aber mit Smelich, Goralski oder Steuer verfügt der GFV über einige brauchbare Hallenspieler.

Diese werden sich übrigens wieder an einen anderen Ball gewöhnen müssen. Denn der RWE-Wintercup läuft entgegen der sonstigen Hallenfußballturniere mit einem üblichen Fußball. Warum der Veranstalter diese einmalige Ausnahmegenehmigung angesichts der ohnehin feststehenden Hallenfußballreform des FLVW beantragt hat, bleibt sein Geheimnis.

Nachvollziehbar ist es nicht, denn alle bisherigen Hallenturniere haben gezeigt, dass der sprungreduzierte Ball mit dem Niveau des Fußballs nicht mal ansatzweise etwas zu tun hat. Im Gegenteil: Es wird damit endlich mal wieder versucht, mehr Fußball zu spielen.