Drei rote Karten beim Pokalaus für Schwitten
19.02.2012 | 19:09 Uhr 2012-02-19T19:09:00+0100
Schwitten.Endspiel verpasst und kaum neues Selbstvertrauen für den Abstiegskampf in der Handball-Verbandsliga gewonnen. Der TV Menden-Schwitten verlor am Samstag das Kreispokal-Halbfinale beim TV Lössel mit 29:32 (14:14).
Hauptakteure der Partie waren aber nicht die Spieler, sondern die Unparteiischen Pater/Müller (Neheim), die in einem eigentlich unauffälligen Spiel 17 Zeitstrafen und drei rote Karten verteilten. Den TVS traf es besonders, denn neben einem Dutzend Hinausstellungen mussten Hendrik Pavlovic (wegen Schiedsrichter-Beleidigung), Mirku Pasche und Thorsten Becker (jeweils nach der dritten Zeitstrafe) vorzeitig vom Feld.
„Ich will mich aber nicht in einer Schiri-Schelte ergehen“, sagte TVS-Co-Trainer Martin Denso. „Wir hatten vielmehr Probleme damit, dass nicht geharzt werden durfte.“ Das hatte auch zur Folge, dass dem TVS viele technische Fehler unterliefen. Aber letztlich scheiterte man an sich selbst. Martin Denso: „Wir hatten Chancen genug, um das Spiel zu gewinnen, aber wir werfen den Ball nicht ins Tor.“
Die Schwittener nutzten etliche freie Chancen nicht, trafen zudem häufig nur Pfosten und Latte des Lösseler Tores. Einzig Alexander Lüling hatte einen Sahnetag erwischt. Der Rückraumspieler aus der Zweiten erzielte sensationelle 17 Treffer.
Nach ausgeglichener erster Halbzeit schien der TVS in Durchgang zwei trotz der frühen Hinausstellungen von Pavlovic und Pasche (35./38.) beim 22:20 (42.) auf dem Weg zum Erfolg. Aber Lülings 24:23 (45.) bedeutete die letzte Führung für die Gäste.
Während bei Schwitten nun gar nichts mehr ging, traf der Bezirksligist siebenmal in Folge (30:24/51.) – die Entscheidung. „Die Konzentration muss jetzt der Meisterschaft gelten“, resümierte Martin Denso.
TV Menden-Schwitten: Peichert, Michael Harnischmacher; Pavlovic (2), Knez, Stracke (1), Koerdt (1), Pasche, Becker (5/1), Schlüter (3/1), Richard Hempelmann, Tampier, Lüling (17/4).
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