DJK stellt Weichen auf Klassenerhalt

Jubel über das entscheidende 3:1 bei der DJK Bösperde: Torschütze Patrick Rüschenbaum, Michael Walczyk  und Igor Markus (von links) freuen sich über den Sieg in Sümmern.
Jubel über das entscheidende 3:1 bei der DJK Bösperde: Torschütze Patrick Rüschenbaum, Michael Walczyk und Igor Markus (von links) freuen sich über den Sieg in Sümmern.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Die Weichen stehen auf Klassenerhalt. Fußball-A-Ligist DJK Bösperde feierte im Duell beim Kellerrivalen SF Sümmern einen 3:1 (1:1)-Erfolg. Und eben dieses Ergebnis hellte die am Sonntagnachmittag lange Zeit eher düsteren Mienen im DJK-Lager deutlich auf.

Bösperde..  DJK-Trainer Andreas Bücker war direkt nach Spielschluss um das Resultat der parallel laufenden Partie von Menden Türk bei Schlusslicht Borussia Dröschede II bemüht. „Wenn die von dort etwas mitnehmen, dann sind wir durch“, sagte der DJK-Coach. Die etwas verspätete Nachricht vom Dröscheder 8:0-Sieg sollte aber die Freude über den eigenen Sieg ein wenig trüben. „Egal, es geht weiter“, hegte Bücker große Hoffnung, dass seine Mannschaft schon bald auf der sicheren Seite sein wird.

Das waren die Bösperder gestern keineswegs. „Denn was wir in der zweiten Halbzeit über weite Strecken gezeigt haben, war überhaupt nicht gut“, resümierte Bücker, dem angesichts eklatanter Schwächen sowohl im Spielaufbau wie auch in Sachen Zielstrebigkeit einige Male der Kragen geplatzt war. „Nur gut, dass wir uns dann doch fangen konnten“, so Bücker.

Der Bösperder meinte damit die Entstehung des Treffers zur 3:1-Führung in der 78. Minute – Thomas Bochnia fing den Ball in der eigenen Hälfe ab und startete einen tollen Sololauf, den er dann mit Übersicht und klugem Querpass auf den mitgelaufenen Patrick Rüschenbaum vollendete. Nur zwei Minuten zuvor hatte Stefan Kümper das wichtige 2:1 erzielt und damit die Gäste-Lethargie beeendet.

Bis zu diesem entscheidenden Doppelpack zeigten die Bösperder jedoch zwei Gesichter. So legten sie zunächst eine starke erste Halbzeit hin. „Das war strukturiert, da haben wir gut nach vorne gespielt“, sagte Bücker und nickte aufgrund des starken Auftretens seiner Kicker zufrieden. Allerdings hätte er sich das verdiente 0:1 durch Tobias Heckmann nicht erst in der 42. Minute gewünscht. „Wir hatten schon vorher gute Möglichkeiten.“ Aber Bochnia (22.), Igor Markus (26./27.), Markus Ebauer wie auch Patrick Rüschenbaum (jeweils 35.) verfehlten das Ziel.

Bösperde war eindeutig auf Kurs. Allerdings nur bis zum Gang in die Kabine, um nach dem Seitenwechsel den Gastgebern das Geschehen beinahe komplett zu überlassen. „Wie abgeschnitten“, zürnte Bücker. Der Routinier war später heilfroh, dass es angesichts sich häufender Patzer in beinahe allen Mannschaftsteilen nur beim Ausgleich für die nun energisch auftretenden Sportfreunde durch Andreas Grigorev (63.) geblieben war.

„Egal, am Ende zählt eh nur das Ergebnis“, sagte Andreas Bücker – wer sollte ihm da widersprechen?